Kirchen-
Appell für ­Syrien-
Kinder

Dramatischer Spendenaufruf

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Appell für ­Syrien-
Kinder

Das Leid der syrischen Kinder ist unermesslich. Zu einem „Feuerwerk der Nächstenliebe“ riefen deshalb Kardinal Schönborn und Caritas auf.

Die Kinder von Syrien haben alles verloren: Ihr Zuhause mussten sie verlassen, oft sind Vater oder Mutter im Krieg getötet worden oder vermisst. Und über die Lager, in die sie flüchteten, ist jetzt bitterkalter Winter hereingebrochen.

Kardinal und Caritas: ­"Moneten statt Raketen"
„Die Not ist unbeschreiblich, die Kinder leiden enorm“, sagt Caritas-Prä­sident Michael Landau zu ­ÖSTERREICH (siehe unten). 2,3 Millionen Menschen sind bereits aus Syrien geflüchtet, wo ein Bürgerkrieg tobt. Die Hälfte davon sind Kinder.

Gemeinsam mit Kardinal Christoph Schönborn hat Landau einen dramatischen Spendenaufruf an die Österreicher gerichtet. „Moneten statt Raketen“ ist das Motto der Aktion: Statt Silvesterböller zu kaufen, sollten die Menschen ein „Feuerwerk der Nächstenliebe“ zünden. Schon mit 15 Euro kann einem syrischen Kind geholfen werden.

„Mehr denn je sind die Kriegsflüchtlinge auf unsere Solidarität und Nächsten­liebe angewiesen“, sagt Kardinal Christoph Schönborn. „Im Gebet, aber auch im konkreten Tun. Gemeinsam können wir sehr vielen Kindern helfen. Die größte Katastrophe ist, nichts zu tun.“

Deutschland Vorbild bei Aufnahme von Syrern
Landau richtet via ÖSTERREICH aber auch einen ­Appell an die Regierung: ­Ös­terreich hat zugesagt, 500 Flüchtlinge aus Syrien aufzunehmen, vorrangig christliche Familien. Der Caritas-Präsident ruft dazu auf, „diese Zahl zumindest zu verdoppeln“. Vorbild ist Deutschland, das statt 5.000 nun 10.000 Syrer aufnehmen will.
 

Caritas-Präsident: "Flüchtlingszahlen in ­Österreich verdoppeln"

ÖSTERREICH: Was ist der Zweck der Aktion?
Michael Landau: Die meisten Menschen assoziieren mit Ländern wie Syrien oder Libanon sommerliche Temperaturen. Es ist dort jetzt aber empfindlich kalt. Regen und Schnee machen das Leben zur Qual. Vor allem die Kinder leiden und brauchen dingend Hilfe.

ÖSTERREICH: Wie kann geholfen werden?
Landau: Wenn Sie noch keinen Neujahrsvorsatz gefasst haben: Es ist das Gebot der Stunde, diesen Kindern beizustehen. Mit Blick auf Silvester wollen wir ein Feuerwerk der Nächstenliebe zünden. Die Bilder aus den Flüchtlingslagern sind erschütternd. Die Kinder stehen teilweise barfuß im Schlamm. Mit 15 Euro kann statt ein paar Raketen eine wärmende Decke gekauft werden.

ÖSTERREICH: 2,3 Millionen Syrer flüchten, Österreich will 500 aufnehmen. Genug?
Landau: Deutschland hat die Zahl verdoppelt. Das würde ich mir auch für Österreich wünschen. Viele sind traumatisiert und werden wahrscheinlich nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren können.

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Autor: Debora Knob
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