Kirche liefen 58.603 davon...

Rückgang um ein Drittel

Kirche liefen 58.603 davon...

Die größte Krise scheint überwunden: Dieses Jahr waren es „nur“ mehr 58.603 Schäfchen, die sich von Gott abkehrten. Um 32 Prozent weniger als noch im Skandaljahr 2010. Nach den Missbrauchsfällen setzte im Vorjahr mit 85.960 Kirchen-Austritten eine echte Massenflucht ein – der höchste Wert seit 1945.

Rückgang.
Und noch eine erfreuliche Meldung zeigt der Blick in die aktuelle Statistik: Viele Österreicher taten es Airliner Niki Lauda gleich. Er trat 2011 wieder in die Kirche ein, um seine Zwillinge Max und Mia taufen lassen zu können.

Diashow Kirchenaustritte nach Bundesländern

Wien

Exakt ein Drittel weniger Kirchenaustritte gab es im Vorjahr in Wien. 16.941 Personen kehrten in der Hauptstadt der Kirche den Rücken.

Oberösterreich

Die oberösterreichische Diözese Linz - hier der verstorbene Kardinal Franz König bei einer Trauerfeier im Linzer Dom 2002 - verzeichnete 9.249 Austritte. Das waren 34 Prozent weniger als 2010.

Steiermark

In der steirischen Diözese Graz-Seckau bekannten sich 10.516 Personen zu ihrem Austritt aus der Kirche - 30 Prozent weniger als im Jahr davor.

Kärnten

Die Dözese Gurk-Klagenfurt vermeldete einen Rückgang der Austritte in Kärnten um 34 Prozent auf exakt 3.700 Personen.

Salzburg

In Salzburg fiel der Prozentsatz der Austritte nur um 14 Prozent auf 4.858.

Niederösterreich

Die Lage in Niederösterreich "verbesserte" sich am deutlichsten - nur 4.969 traten aus der Kirche aus.

Tirol

In Tirol wandten sich 3.818 Katholiken von der Kirche ab, ein Austrittsminus von 34 Prozent.

Burgenland

Im Burgenland - hier ein Lego-Bausteinbild des Eisenstädter Doms - traten 1.483 Menschen aus der katholischen Kirche aus.

Vorarlberg

Im westlichsten Bundesland Vorarlberg ging die Zahl der Kirchenaustritte um 35 Prozent zurück. Die Erzdiözese Feldkirch verzeichnete in absoluten Zahlen einen Rückgang um 3.069 Personen.

1 / 9

Damit war Lauda einer von über 4.300 Menschen, die im letzten Jahr wieder zum Glauben fanden. „Die Austrittswelle ist durch das schnelle Handeln der Bischöfe und durch die Bildung der Missbrauchskommission gestoppt worden“, analysiert Paul Wuthe, Medienreferent der Österreichischen Bischofskonferenz. 5,41 Millionen. Trotzdem sieht Wuthe keinen Grund zum Jubeln: „Wir wollen nichts schönreden. Über 58.000 Austritte sind ein hoher Wert. Auch wenn in Österreich die freiwillige Bindung an die Kirche im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sehr hoch ist“, so Wuthe.

Insgesamt sind 5,41 Millionen Österreicher Katholiken. In Wien (33 %) und Linz (34 %) gab es die höchsten Rückgänge bei den Austritten.

Pfarrerinitiative hat keinen Einfluss auf die Austritte
Keinen negativen Einfluss auf die Gläubigen hatte offenbar der Streit mit der Pfarrerinitiative von Helmut Schüller, „Aufruf zum Ungehorsam“. „Wir haben uns die Zahlen im August und September genau angeschaut, konnten aber keine signifikanten Unterschiede erkennen“, so Wuthe. Für den Pressesprecher der Bischofskonferenz sind die Auseinandersetzungen vielmehr ein Zeichen für Lebendigkeit. „Ich glaube, die Diskussion mit der Pfarrer-Initiative ist für viele etwas Positives“, so Wuthe. Sein Wort in Gottes Ohr.

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