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Klasnic-Kommission bringt 1. Anzeige ein

Opferschutz

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Klasnic-Kommission bringt 1. Anzeige ein

Die von Kardinal Christoph Schönborn eingesetzte Opferschutzanwaltschaft unter Waltraud Klasnic soll eine erste Anzeige erstattet haben. Wie das Ö1-"Morgenjournal" am Dienstag berichtete, dürfte sie den römisch-katholischen Orden der Schulbrüder in Wien-Strebersdorf betreffen. Die Anzeige erfolge auf Wunsch der Mutter eines angeblichen Opfers, deren Sohn im Jahr 1993 mit elf Jahren mehrmals im Internat vergewaltigt worden sein soll. Eine Bestätigung der Staatsanwaltschaft Wien gab es Dienstag früh vorerst nicht.

Keine Verjährung
Die Vorwürfe seien nicht verjährt und würden sich gegen zum Teil hochrangige Angehörige und Mitarbeiter des Ordens richten, so das Ö1-"Morgenjournal". In der Sachverhaltsdarstellung soll es um mutmaßlichen schweren sexuellen Missbrauch in zumindest einer Internatseinrichtung in den 90er Jahren gehen.

Auch die Opferschutzanwaltschaft konnte das Einbringen einer Sachverhaltsdarstellung nicht bestätigen, dort berief man sich auf die selbst auferlegte Verschwiegenheitspflicht. Eine Reaktion der Kirche wurde für den Vormittag angekündigt.

Erzdiöse bestätigt Verdachtsfall
Die Erzdiözese Wien bestätigte den Verdachtsfall. Die Vorwürfe richten sich gegen einen Verantwortlichen der Schulbrüder. Dieser hat bereits vor Wochen alle seine kirchlichen Funktionen bis zur Klärung der Vorwürfe ruhend gestellt, teilte Generalvikar Franz Schuster mit. Die Vorwürfe seien erstmals in den 90er Jahren artikuliert worden, jedoch hatte das zuständige Gericht damals das Verfahren eingestellt. Seitens der Erzdiözese wurden aber über die Ombudsstelle für die Opfer sexuellen Missbrauchs weiterhin Nachforschungen angestellt.

Nachdem sich Opfer auch bei der unabhängigen Opferschutzanwaltschaft gemeldet hatten und ernstzunehmende Vorwürfe vorbrachten, wurde seitens des Generalvikars im Einvernehmen mit dem zuständigen Ordensoberen nach den seit 2006 für Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs in der Erzdiözese Wien gültigen Regelungen gehandelt, so die Erzdiözese in einer Aussendung.

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