Krebs-Alarm um Nackt-Scanner

Bedenken

Krebs-Alarm um Nackt-Scanner

Bisher wurde nur darüber diskutiert, ob die Bodyscanner überhaupt zu mehr Sicherheit auf den Flughäfen führen oder ob sie die Intimsphäre verletzen. Manche befürchten sogar, dass Nacktscan-Fotos im Internet auf tauchen könnten.

Jetzt melden immer mehr gesundheitliche Bedenken an. Das Deutsche Bundesamt für Strahlenschutz lehnt röntgenbasierte Scannersysteme kategorisch ab. Der Vorsitzende der Strahlenschutzkommission der deutschen Bundesregierung, Prof. Rolf Michel, warnt sogar, dass Röntgenstrahlung das Gefährdungspotenzial habe, langfristig Krebs und Leukämie zu verursachen.

Der freiheitliche Ärztesprecher Dr. Andreas Karlsböck (Radiologe und Zahnarzt): "Viele glauben, bei einem Urlaubsflug im Jahr wird das schon nichts ausmachen. Aber was ist bei mehrmaligem Umsteigen? Besonders gefährdet sind auf jeden Fall Vielflieger, das Flugpersonal, Kinder und Schwangere."

Ablehnung
Auch SP-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser schließt sich dem Njet zu dem Röntgenscanner an: "Alles, was gesundheitsschädlich ist, ist abzulehnen beziehungsweise erst gar nicht zu erlauben."

Denn, was viele nicht wissen: In Österreich ist die Anwendung ionisierender Strahlen auf Menschen zu nichtmedizinischen Zwecken grundsätzlich verboten. Ausnahmen wären nur auf Basis einer Gesetzesänderung möglich.

Dr. Erwin Rasinger (ÖVP): "Ich glaube nicht, dass es eine Kosten Nutzen Rechnung gibt, die einen Einsatz von Röntgenstrahlen auf Flughäfen rechtfertigt."

Minister überlegt
Wie aus Insiderkreisen zu erfahren ist, beschäftigt sich SP-Gesundheitsminister Alois Stöger derzeit mit Pro und Cont ra der heiklen Angelegenheit. Seine eigene Partei hat ihm jedenfalls schon einmal die Rutsche zu einem "Nein" gelegt. FPÖ Mann Karlsböck insistiert vehement: "Bei Röntgenstrahlen gibt es keine Schwelle, unter der kein gesundheitliches Risiko besteht."

Zwar gibt es auch alternative Verfahrentechnologien mittels Terahertzstrahlung. Doch vor allem bei der aktiven Methode - wo der Körper per Rückstreuverfahren Punkt für Punkt abgetastet wird - warnen Experten, dass es noch zu wenige langfristi ge Studien gibt, die eine Gesundheitsgefährdung definitiv ausschließen.

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