Kurz im Match mit VP-Ländern

Politik-Insider

Kurz im Match mit VP-Ländern

ÖVP. Es ist ein wenig ein Match zwischen dem neuen Türkis und dem alten Schwarz. Übersetzt: VP-Chef Sebastian Kurz möchte sein Ministerteam möglichst autonom – und ohne all zu viel Berücksichtigungen von VP-Länderwünschen – erstellen.

Die VP-Landeschefs und Bünde-Bosse wollen freilich – wie in der Vergangenheit stets üblich in der schwarzen Welt – ein ordentliches Wörtchen bei der Bestellung von Ministern mitreden. Die Tiroler ÖVP möchte etwa Umweltminister Andrä Rupprechter im Amt belassen. Kurz dürfte für diesen Job aber eher Nationalratspräsidentin Elisabeth Köstinger vorgesehen haben. Auch, dass er mit Casino-Vorständin Bettina Glatz-Kremsner eine Quereinsteigerin zur Finanz- oder Wirtschaftsministerin machen möchte, stößt nicht nur auf Gegenliebe in seinen eigenen Reihen.

Spagat

Der wahrscheinliche nächste Kanzler versucht es nun mit Diplomatie und sozialer Intelligenz. Er telefoniert viel mit den Länderchefs und versucht sie so einzubinden, obwohl er formal ein Durchgriffsrecht hätte. Seinen Vertrauten ist freilich klar, dass Kurz seine Minister tatsächlich möglichst unabhängig von den üblichen Begehrlichkeiten basteln müsse. „Sonst haben wir gleich wieder dieselben Probleme wie die Vorgänger von Kurz oder auch Christian Kern.“ Diese VP-Strategen meinen, dass der SP-Chef zu seinem Amtsantritt im Mai 2016 den Fehler gemacht habe, zu viel auf SP-Begehrlichkeiten zu hören. Ein Fehler, den Kurz vermeiden wolle.

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