Kuvert kaputt: Familie darf nicht wählen

Eklat um Leopoldstadt-Wahl

Kuvert kaputt: Familie darf nicht wählen

Das Debakel um die Wiederholung der Bezirksvertretungswahl in der Leopoldstadt am 18. September erhält eine neue Dimension. Ende der Vorwoche tauchten plötzlich schadhafte Wahlkarten auf.

Am Montag dann die Entwarnung: „Alle zerrissenen Wahlkarten werden ausgetauscht. Es gibt keine neuen Fälle mehr“, hieß es vonseiten der Stadt. Man habe die gesamte schadhafte Tranche von 1.500 Wahlkarten ausgetauscht – und alles im Griff.

Kein Ende?

Am Dienstag zeigte sich: Das Gegenteil ist wahr. ÖSTERREICH-­Leser Anton Wendrinsky meldete sich: „Meine Lebensgefährtin, meine Eltern und ich erhielten schadhafte Wahlkarten.“

Nächstes Debakel

„Theoretisch könnte jeder hineinschauen oder schlimmer – austauschen“, so der Leopoldstädter. Er hatte den Schaden erst bemerkt, als er die Wahlkarte schon ausgefüllt und unterschrieben hatte. Laut MA 62 können aber nur fehlerhafte Wahlkarten ausgetauscht werden, solange diese noch nicht unterschrieben wurden.

Damit wird der Familie Wendrinsky de facto das Wahlrecht genommen. Was im Falle eines ähnlich knappen Wahlausgangs wie bei der jüngsten Wahl im Oktober 2015 zu einer neuen Wahlwiederholung führen könnte – also: 
Wahl 3.0?(kan)

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