Sonderthema:
Länder für Verbot von 'Nachpfeifen'

Wie in Frankreich

Länder für Verbot von 'Nachpfeifen'

Nachdem in Frankreich das Nachpfeifen und ­sexistische Sprüche verboten wurden, überlegt auch die heimische Politik ein solches Gesetz. Zuständig sind laut ­einem Gutachten der ehemaligen SPÖ-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek die Länder. Geregelt werden könnte das Gesetz unter dem Paragrafen „Anstandsverletzung und Lärmerregung“.

Landesrätin: "Gesetz ­allein reicht nicht aus"

Ein ÖSTERREICH-Rundruf in den Bundesländern zeigt: Das Gesetz könnte auch in Österreich einmal kommen. „Ich bin mir im Klaren darüber, dass ein entsprechendes Gesetz allein nicht den gewünschten Effekt bringt, doch begrüße ich die Debatte darüber, die zweifelsohne zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung gegenüber verbaler sexueller Belästigung beiträgt“, erklärt etwa die für Frauenagenden zuständige Tiroler Landesrätin Gabriele Fischer (Grüne).

Ähnlich sieht Wiens zuständige Stadträtin Kathrin Gaál (SPÖ) das Verbot: Strafen seien zwar „sicherlich nicht die einzige Lösung“, um Sexismus im öffentlichen Raum zu begegnen, heißt es aus ihrem Büro. Doch man könne sich das Gesetz anschauen, es sei „eine Möglichkeit“. Setzen will die Rote aber vordringlich auf Prävention und Bewusstseinsschärfung.

Dass man der Debatte „breiter als nur mit einem Verbot“ begegnen müsse, meint auch die burgenländische Landesrätin Astrid Eisenkopf (SPÖ). Die Politikerin will ebenfalls auf Prävention setzen, ihr Büro erklärt aber: „Jeder Vorschlag, der zu weniger sexistischen Übergriffen im öffentlichen Raum führt, ist diskutierenswert.“(fis)

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