Letztes TV-Duell endet mit Streit

Steiermark wählt

Letztes TV-Duell endet mit Streit

Mit Spannung war das TV-Duell zwischen SP-Landeshauptmann Franz Voves und seinem VP-Herausforderer Hermann Schützenhöfer erwartet worden. Eine halbe Stunde lang diskutierten die beiden Parteichefs gestern Abend im ORF-Landesstudio unter der Leitung von Chefredakteur Gerhard Koch.

Die Debatte verlief über weite Strecken ruhig und sachlich. Zu Beginn zeigte sich Schützenhöfer angriffslustiger. Auf die Frage, was er an Voves schätze, meinte er nur: „Die Handschlagqualität war früher besser.“ Voves lobte den VP-Obmann dagegen als „fleißigen, offenen Menschen“.

Im Laufe des Duells schoss Schützenhöfer immer wieder Spitzen gegen Voves ab und brachte mehrmals die umstrittene SP-Privatstiftung ins Spiel. Der Landeshauptmann bewahrte zunächst die Contenance, erst beim Thema Pleitegemeinden platzte Voves der Kragen. Er warf Schützenhöfer vor, den Bürgermeistern von ÖVP-Gemeinden 75 Mio. Euro zugesagt zu haben, ohne die entsprechenden Regierungsbeschlüsse in der Tasche zu haben. Andererseits würden die VP-Kommunen monatelang auf dringend notwendige Gelder warten. Das sei die Handschlagqualität, von der Schützenhöfer immer spreche, so Voves.

Was zukünftige Schwerpunkte betrifft, waren sich die Kontrahenten großteils einig: mehr Forschung, mehr Bildung, mehr Öko-Jobs. Zu den Wahlchancen meinte Schützenhöfer, es sei „alles offen“, die SPÖ sei aber Favorit. Voves bezeichnete die Obersteiermark, wo die SP zuletzt schwächelte, als „ganz wichtig“ für die Wahl.

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