Löhne: 
ÖGB droht mit heißem Herbst

Politik

Löhne: 
ÖGB droht mit heißem Herbst

Die mageren Jahre sind vorbei, zumindest wenn es nach Experten geht. Erst vergangene Woche trat der deutsche Bundesbank-Präsident Jens Weidmann dafür ein, die Löhne in um mindestens drei Prozent zu erhöhen. Hohe Beschäftigung und Arbeitskräftemangel würden eine Steigerung der Bruttolöhne begünstigen. In ÖSTERREICH nimmt das der Chef der Privatangestellten-Gewerkschaft GPA, Wolfgang Katzian, auf und kündigt einen heißen Lohnherbst an.

ÖSTERREICH-Interview mit GPA-Chef Katzian:

ÖSTERREICH: Konjunkturexperten in Deutschland fordern angesichts der guten Entwicklung in manchen Branchen, dass die Löhne deutlich steigen. Sehen Sie das für Österreich ähnlich?
WOLFGANG KATZIAN: Die Deutschen haben ein Billiglohnsystem, das es so bei uns nicht gibt. Insofern ist die Situation dort extremer. Aber ich kann der Forderung viel abgewinnen. Wenn es den Unternehmen gut geht, können sie auch was hergeben. Zumal wir ein Kaufkraftproblem haben. Die Mehrwertsteuer-Einnahmen steigen viel schwächer als jene aus der Lohnsteuer.

ÖSTERREICH: Um wie viel sollten die Löhne steigen? Drei Prozent?
KATZIAN: Das können wir noch nicht beziffern, aber wir wollen kräftige Erhöhungen, also ein ordentliches Stück vom Kuchen. Um die Kaufkraft zu erhöhen und damit auch das Wirtschaftswachstum zu unterstützen.

ÖSTERREICH: Die kommenden Lohnrunden werden also spannend?
KATZIAN: Ja, es wird ein heißer Herbst. Wir geben auf zwei Ebenen Vollgas: für eine Erhöhung der Löhne und Senkung der Lohnsteuer. Dieser Kampf läuft parallel.

Angela Sellner

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