Lohnsteuer frisst Lohnerhöhung

Stetiges Plus

Lohnsteuer frisst Lohnerhöhung

Die Einnahmen aus der Lohnsteuer sind im vergangenen Jahr deutlich stärker gestiegen als die Brutto-Bezüge der Arbeitnehmer. Das geht aus der Lohnsteuerstatistik der Statistik Austria hervor. Demnach gab es bei den Einkommen ein Plus von 2,9 Prozent, während die Steuer-Einnahmen um 4,8 Prozent wuchsen.

Dieses Phänomen ist nicht neu. Beim Lohnsteueraufkommen lagen die Veränderungsraten seit 2000 fast immer über jenen der Bruttobezüge und bewegten sich zwischen plus 3,9 (2010) und 8,4 Prozent (2008). Ausnahmen sind Jahre mit Steuerreformen. Das Jahr mit der höchsten Zuwachsrate bei den Bruttobezügen war 2008 mit plus 5,2 Prozent.

Insgesamt gab es im Vorjahr 6.667.884 lohnsteuerpflichtige Einkommensbezieher, darunter knapp 2,4 Millionen Pensionisten. Die Brutto-Bezüge erreichten dabei ein Volumen von 172,6 Mrd. Euro, das Lohnsteueraufkommen betrug 25,7 Mrd. Euro.

Die Statistik Austria erkennt dabei eine deutliche Ungleichverteilung der Bezüge und der einbehaltenen Lohnsteuer von unselbstständig Erwerbstätigen und Pensionierten. So entfallen z. B. auf die "unteren" 50 Prozent der Arbeitnehmer nur 18,4 Prozent der Bruttobezüge, aber auch nur 4,7 Prozent der Lohnsteuer. Auf die "obersten" zehn Prozent kommen dagegen 30,4 Prozent der Bruttobezüge und 50,1 Prozent der Lohnsteuer.

Was die Verteilung zwischen den Geschlechtern angeht, waren 50,1 Prozent aller Lohnsteuerpflichtigen Männer. Sie verfügten über deutlich höhere Bruttobezüge und zahlten überproportional viel Lohnsteuer. Konkret betrug der Männeranteil an der Summe der Bruttobezüge 61,7 Prozent, an der insgesamt einbehaltenen Lohnsteuer 70,8 Prozent. Immerhin sind diese Werte im Vergleich zum Jahr davor leicht gesunken, nämlich um 0,2 bzw. 0,3 Prozent.

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