Video zum Thema "Osterhöschen"-Talk ufert in Grundsatzdiskussion aus
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Sexismus-Sager live im TV

Marcus Franz: "Hässliche Frauen sind auch Frauen"

Der Unterwäsche-Hersteller "Palmers" sorgte mit seinen "Osterhöschen" für einen Skandal. Zu dünn seien die Models, zu jung sähen sie aus und an Menschenhandel erinnerten die Plakate, hieß es.

Durch den Shitstorm entbrannte eine neue Sexismus-Debatte in Österreich, die ihren bisherigen Höhepunkt darin fand, dass Felix Baumgartner TV-Moderatorin Corinna Milborn wegen ihrer Figur attackierte.

Auch auf oe24.TV wurde im Talk mit Katrin Lampe darüber diskutiert. Nationalratsabgeordneter Marcus Franz sorgte darin mit seinen Aussagen für Wirbel. "Der größte Sexismus ist der Feminismus, weil der Feminismus nur auf die Geschlechtlichkeit abstellt", sagte er. Oder auch: "Hässliche Frauen sind auch Frauen".

Der Vorsitzenden der Sozialistischen Jugend, Julia Herr, stoßen solche Aussagen besonders sauer auf. "Sie haben Feminismus offensichtlich wirklich nicht verstanden", kontert sie. "Frauen verdienen weniger, weil sie Frauen sind, (…) hier gibt es einfach ein Ungleichgewicht und das kann man ändern, und das will der Feminismus."

"Warum müssen Sie alle Frauen gleichstellen und allen Frauen strukturieren, dass es eine Frauenquote geben muss?", schlägt Franz zurück. "Man muss die Triebe in einem gewissen Zaum halten. Unsere europäische Kultur, die ist gerade dabei, zu degenerieren, weil die Sexualmoral in sehr vielen Bereichen niedergerissen und aus dem öffentlichen Leben verbannt wurde. (…) Es ist biologisch so, es ist darwinistisch so, es ist kulturtheoretisch so", erklärt Franz.

Herr reagiert geschockt und verblüfft: "Ich weiß nicht, wie Sie hier Ihr Leben leben".

"Das können Sie bei allen nachlesen, wenn Sie das einfach so vom Tisch wischen, dann wissen Sie einfach nicht Bescheid von den Kulturwissenschaften", erwidert Franz. Herr reagiert empört: "Danke, dass Sie mir jetzt live im Fernsehen erklären, worüber ich Bescheid weiß oder nicht". Franz zeigt sich froh darüber, dass es die Modeindustrie und den Kapitalismus gibt. Herr spricht ihm das gar nicht ab, ergänzt aber, dass sie sich eine Modebranche wünsche, in der alle Körper repräsentiert werden würden.

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