Mehrheit will Rot-Grün 2.0

1. Umfrage nach Wien-Wahl

Mehrheit will Rot-Grün 2.0

SPÖ und Grüne konnten am Sonntag trotz Verlusten ihre Mehrheit verteidigen. Und auch die Mehrheit der Wienerinnen und Wiener wünscht sich eine Neuauflage der amtierenden Koalition. Laut der aktuellen Gallup-Umfrage für ÖSTERREICH (400 Befragte, 13.–16. 10.) liegt Rot-Grün klar vor einer (politisch unrealistischen) rot-blauen Koalition. Die Variante SPÖ-ÖVP-Neos ist abgeschlagen.

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■ Für „Rot-Grün 2.0“ sind demnach überraschend klare 42 % der Befragten. Ebenfalls überraschend: Sage und schreibe 64 % der SPÖ-Wähler sind für eine Zusammenarbeit mit den Grünen von Maria Vassilakou – und das, obwohl Rot-Grün in SPÖ-Funktionärskreisen alles andere als beliebt ist. Dass 96 % der Grün-Wähler für eine Koalitionsneuauflage eintreten, ist klar.

■ Rot-Blau wird in der SPÖ abgelehnt und ist deshalb unrealistisch – viele Befragten sehen das anders: Diese Variante kommt auf immerhin 32 %.

■ Rot-Schwarz-Pink. Da Rot-Schwarz nur eine wackelige Mehrheit hätte, wären die Neos als dritter Partner nötig. Diese Variante ist aber eher unpopulär: Nur 26 % sind für einen „Dreier“ in der Stadtregierung.

Häupl legt sich noch nicht fest

Auch wenn es die Mehrheit der Wähler will – ausgemacht ist eine Neuauflage der rot-grünen Koalition noch nicht. Am Dienstag fällt eine erste Vorentscheidung: Der SPÖ-Vorstand wird sich festlegen, mit wem Michael Häupl Koalitionsverhandlungen führen wird. Und auch wenn die Mehrheiten (vier Mandate Überhang) für die Grünen sprechen, will man sich in der SPÖ nicht festlegen – im Gegenteil sind nur skeptische Stimmen zu hören: „In den kommenden fünf Jahren geht es um Jobs, Migration und Integration von Flüchtlingen – da haben die Grünen nicht viel im Angebot.“ Allerdings: Mit der ÖVP haben die Roten nur 51 von 100 Mandaten – und bei den Schwarzen sitzen einige „Unguided Missiles“ im Gemeinderat.

Sonntagsfrage

"Leihstimmen" sind wieder bei ÖVP und Grüne
In der ÖSTERREICH-Gallup-Nachwahl-Umfrage ergibt sich ein ungewöhnliches Bild: Ansonsten legt der Wahlsieger noch ein bisserl zu – diesmal nicht. Die SPÖ liegt mit 35 % unter dem Wahlergebnis (39,5 %).

Warum, ist klar: Jene einstigen Grün- und ÖVP-Wähler, die am Sonntag den Sprung der Strache-FPÖ auf Platz eins verhindern wollten und SPÖ wählten, sind angesichts des klaren Abstandes zwischen SPÖ und FPÖ wieder zu Grünen und ÖVP zurückgekehrt.

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