Meinungsforscher blamieren sich schon wieder

Von wegen knapp

Meinungsforscher blamieren sich schon wieder

Norbert Hofer ist nach seinem Spitzenergebnis bei der ersten Runde der Bundespräsidentenwahl Favorit in der Stichwahl - sagen die Meinungsforscher. Was man sich dafür kaufen kann, hat gerade die Wahl am Sonntag selbst wieder bewiesen. Denn vor der Wahl progostizierten alle Meinungsforscher ein knappes Rennen zwischen Van der Bellen, der als Favorit galt, Irmgard Griss und Norbert Hofer, der die Wahl schlussendlich mit 36,4 Prozent deutlich für sich entschied.

Ähnlich daneben lagen die Meinungsforscher mit ihren Umfragen bereits bei der Wien-Wahl. Auch hier wurde ein Kopf-an-Kopf-Rennen (zwischen der SPÖ und der FPÖ) prognostiziert. Am Ende setzte sich auch hier eine Partei relativ deutlich durch (SPÖ 39,44 % zu FPÖ 32,26 %).

Hofer als Favorit
Für die Stichwahl am 22. Mai wagen sich die Politik-Experten dennoch wieder an Prognosen und sehen dabei den freiheitlichen Kandidaten Norbert Hofer eindeutig in der Favoritenrolle. Sein grüner Konkurrent Alexander Van der Bellen werde es "sehr schwer haben", meinte Politik-Berater Thomas Hofer zur APA. Das miserable Abschneiden der Regierungskandidaten am Sonntag ist eine Ohrfeige für die Bundesregierung, sind sich die Experten einig.

Norbert Hofer hat im ersten Wahlgang gut 35 Prozent der Wähler überzeugt und sei damit natürlich "der erklärte Favorit" für die Stichwahl, erklärte Meinungsforscher Peter Hajek (Public Opinion Strategies). Van der Bellen werde wohl Versuche eines nationalen Schulterschlusses gegen einen blauen Präsidenten starten, glauben Hajek und Hofer. Allein Norbert Hofers Vorsprung sei aber beachtlich, dazu kommen könnte eine "Jetzt erst recht"-Stimmung, wenn es nun wieder eine internationale Debatte über Österreich gebe, meinte Politikberater Hofer.

Gute Chancen
Wenn Hofer noch einmal so mobilisieren könne wie im ersten Wahlgang oder sogar noch mehr, "hat er natürlich gute Chancen", pflichtet auch Meinungsforscher Wolfgang Bachmayer (OGM) bei. Mit seinen jüngsten Auftritten im TV habe er sich demütig, dankbar und bescheiden inszeniert und damit wieder das Erscheinungsbild des "freundlichen Gesichts der FPÖ" bestätigt. Hofer brauche auch Stimmen von bürgerlicher und sozialdemokratischer Seite, merkte er an.

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