Mikl: Appell an Kirchen

Asyl-Notquartiere

Mikl: Appell an Kirchen

Die Suche nach Quartieren für Flüchtlinge hört nicht auf. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) wird von den Bundesländern hingehalten, es fehlen nach wie vor 1.500 Plätze. Zwar haben sie versprochen, bis Ende Jänner ihre Betreuungsquoten zu erfüllen, doch sind die meisten Länder noch säumig (siehe Tabelle). Besonders die westlichen Bundesländer sind weit weg von einer Erfüllung der Quote, das macht auch die Situation in den Aufnahmezentren des Bundes angespannt. In Traiskirchen werden aktuell rund 1.600, in Thalham (OÖ) 157 Flüchtlinge versorgt, berichtet das Innenministerium. Doch der Strom an Kriegsflüchtlingen ebbt nicht ab, deshalb hofft die Ministerin auf die Hilfe der Kirche: „Wir hoffen noch auf Alternativen. Einerseits vom Verteidigungsministe­rium, aber wir setzen auch noch große Hoffnungen in die Kirche. Dabei geht es etwa um leer stehende Pfarrhöfe und Stiftsräumlichkeiten.“

Aus für Baden-Kaserne, Salzburg schon fast fix
Inzwischen werden die Kasernen, die von Verteidigungsminister Gerald Klug angeboten wurden, überprüft. Ausgerechnet die größte – die Martinek-Kaserne in Baden – fällt wegen baulichen Mängeln aus, 900 Plätze hätte es dort gegeben. Die Kaserne in Salzburg-Riedenburg (100 Plätze) könnte bereits im Jänner bezogen werden, wie auch jene in Freistadt und Klosterneuburg (je 100).

(pli)

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