Ministerin:

Schutz vor Burn-out

Ministerin: "Fixe Herbstferien"

ÖVP-Familienministerin Sophie Karmasin lässt Schülerherzen höherschlagen. Sie will vom 26. Oktober bis zum 2. November in ganz Österreich einheitliche Herbstferien einführen. Dafür gibt es in Pflichtschulen dann nur noch einen Tag, der schulautonom freigegeben wird, in höheren Schulen zwei (statt vier bzw. fünf).

Karmasin: "Stressige Herbstzeit planbarer"

Karmasin sagt: "Es wird für Eltern viel leichter, viel planbarer und verlässlicher, und für die Kinder entstresst es diese schwere, belastende Herbstzeit." Sie glaubt, dass Schüler im Herbst gar "Burn-out-gefährdet" seien.

Die Lehrer hat die Ministerin bereits ins Boot geholt, wie der Vorstoß überhaupt die Handschrift der ÖVP-Lehrergewerkschaft trägt: Da die Herbstferien über die schulautonomen Tage organisiert werden, müssen die Sommerferien nicht gekürzt werden. Das hatte Karmasin noch vor einem halben Jahr gefordert. Gewerkschafter Paul Kimberger steht Herbstferien auch wohlwollend gegenüber: "Wenn für die Kinder etwas Gutes dabei herauskommt, soll es mir recht sein", sagt er.

Elternverband: "Herbst­ferien machen keinen Sinn"

Die Schülervertreter begrüßen den Vorstoß vollinhaltlich. Die Schülerunion befragt ab heute, 8 Uhr, die Schüler unter ferien.schuelervertretung.at dazu.

Schaumgebremst nimmt hingegen SPÖ-Bildungs­ministerin Sonja Hammerschmid den Vorstoß auf: "Ministerin Karmasin ist eingeladen, im Rahmen der Begutachtung zur Schulautonomie eine Stellungnahme abzugeben", heißt es aus ihrem Büro. Prinzipiell richte man sich nach den Wünschen der Betroffenen. "Bisher haben sich die Eltern aber immer gegen Herbst­ferien gewehrt."

Der Präsident des Bun­deselternverbandes, Gernot Schreyer, lehnt Herbstferien auf ÖSTERREICH-Nachfrage auch vehement ab. "Es gibt keinen Wunsch der Eltern nach zusätzlichen Ferien", sagt er entgegen der Studie des Familienministeriums (siehe links). "Herbstfe­rien machen keinen Sinn. Westösterreich fängt erst Mitte September mit der Schule an, dann soll schon wieder frei sein?"

Kinder können ab Herbst in Schulen betreut werden

Ab Herbst sollen die Kinder übrigens in den Ferien in der Schule betreut werden können. Hammerschmid stellt mit dem Ganztagsschulpaket 750 Millionen Euro bereit, die sich Schulen bei Erfüllung bestimmter Kriterien abholen können.

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