Pechsträhne hält an

Pechsträhne hält an

Nächste Wahl-Schlappe für SPÖ

Die Ergebnisse trudelten Sonntagnachmittag nach und nach ein – und ÖVP-Chef Josef Pröll wurde immer zufriedener und entspannter. Trotz Sparpakets und auch trotz der Debatten rund um den niederösterreichischen Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka und dessen verspekulierten Wohnbaumillionen erweist sich die ÖVP als „Teflonpartei“ und fährt bei der ersten Wahl in diesem Superwahljahr in gleich drei Ländern einen satten Wahlsieg ein. Sie halten alle Positionen in Tirol und Vorarlberg – und können in Niederösterreicher sogar zulegen.

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Erste Analyse von Polit-Experten Peter Filzmaier: „Es geht letztlich um einen symbolischen Psycho-Effekt. Was wir sehen, ist ein Ergebnis, mit dem die beiden Regierungsparteien gut leben können und mit dem die FPÖ vielleicht etwas weniger Rückenwind mitnehmen kann als erwartetet.“

SPÖ: Auf niedrigem Niveau ging’s nochmals bergab
Die SPÖ spielt in den Kommunalwahlen in den drei ÖVP-Ländern keine Rolle – und trotzdem ging’s in Niederösterreich nochmals um über vier Prozent bergab. Keine guten Aussichten für Werner Faymann, denn: Schon am kommenden Wochenende sind die Gemeinderatswahlen in der Steiermark – sie werden ein erster Stimmungstest dafür sein, ob der steirische Landeshauptmann Franz Voves seine Position behaupten kann: Trotzdem glaubt Filzmaier, dass Faymann mit einem blauen Auge davongekommen ist: Die SPÖ wusste ja schon, dass die Rekordergebnisse aus der Bundes-Oppositionszeit nicht wiederholbar sind.“

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ÖVP: Alles paletti für Josef und Erwin Pröll
In der ÖVP knallten am Sonntag die Sektkorken – Parteichef Josef Pröll kann sich offenbar alles erlauben. Auch wenn er seinem Onkel Erwin wenige Tage vor der Wahl ein Sparpaket, das sich gewaschen hat, hinknallt, legt die NÖ-VP zu. Alles paletti im Hause Pröll? Für die Zukunft kann das Ruhe oder Unruhe für das Onkel-Neffen-Duo bedeuten: Entweder fühlt sich Erwin Pröll bestärkt und opponiert weiter gegen die Steuer- und Sparpläne des Finanzministers Josef Pröll. Oder nach diesem Wahlsieg herrscht einmal Ruhe.

FPÖ: Rosenkranzeffekt war nur mäßig zu spüren
Die FPÖ hatte sich von diesem Wahlsonntag mehr erwartet – konnte aber die alte Stärke aus dem Jahr 2000 nicht erlangen. Filzmaier: „Die FPÖ hat ja ihr Ergebnis im Vergleich zur Parteispaltungszeit erzielt und dazu hat man sich wohl höhere Gewinne erhofft. Durch das mediale Überthema Rosenkranz ist es den regionalen FPÖ-Politikern praktisch unmöglich gemacht worden, auf ihre lokalen Themen aufmerksam zu machen.“ Parteichef Heinz-Christian Strache muss auf den Rückenwind seiner Präsidentschaftskandidatin also noch warten.

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