Neuer Bericht über Lebenszeichen

Sahara-Geiseln

 

Neuer Bericht über Lebenszeichen

Es gebe "Lebensbeweise", die "an die Zuständigen" übermittelt worden seien, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag in der malischen Hauptstadt Bamako von einem Emissär, der in die Befreiungsbemühungen involviert sei. Das Außenamt in Wien gibt keine konkrete Bestätigung über "Lebensbeweise".

"Hoffnung", dass die beiden freikommen"
"Wir haben Lebensbeweise der beiden Geiseln nach Bamako zurückgebracht. Die Beweise wurden an die Zuständigen übermittelt", sagte der Gesandte, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Es gebe "Hoffnung", dass die beiden freikommen, "aber ich kann nicht mehr sagen als das".

Als "falsch" bezeichnete der Emissär Berichte, wonach es wegen der Geiselaffäre Tote gegeben habe. Algerische Medien hatten einen Zusammenhang zwischen der Geiselaffäre und dem Tod eines malischen Armeekommandanten und eines Zivilisten am 11. April im nordmalischen Kidal hergestellt. Im Wiener Außenamt war am Donnerstagabend zunächst keine Stellungnahme zu den Aussagen des Emissärs gegenüber AFP zu erhalten.

Außenamt: Lebenszeichen gehören zu Entführungsfällen
In jedem Fall von Geiselnahme sei "das Bemühen um Lebensbeweise ein fester Bestandteil". Dies erklärte der Sprecher des Außenministeriums, Peter Launsky-Tieffenthal, zu jüngsten Berichten, dass im Fall der österreichischen Sahara-Geiseln zuständigen Stellen ein Lebenszeichen übermittelt worden sei. Man müsse immer überprüfen, ob in solchen Fällen die Gesprächskanäle auch zum Ziel führen, sagte der Sprecher am Freitag, ohne sich zu äußern, ob im konkreten Fall des entführten Salzburger Paares ein Lebensbeweis vorliege.

Langer Leidensweg - dubiose Forderungen
Ebner (51) und Kloiber (44) waren am 22. Februar während einer Tour mit einem Geländewagen im Süden Tunesiens verschwunden, und sollen in den Norden Malis verschleppt worden sein. Am 10. März bekannte sich eine Gruppe, die sich "Al Kaida im Islamischen Maghreb" nennt, zur Entführung der beiden. Die Entführer forderten die Freilassung von Gesinnungsgenossen in algerischen und tunesischen Gefängnissen, und setzten Österreich ein später zwei Mal verlängertes Ultimatum. Das jüngste Ultimatum ist nach Angaben des US-Terrorforschungsinstituts SITE Intelligence Group am 6. April ausgelaufen, doch wurde diese zeitliche Frist vom Außenministerium nie bestätigt.

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