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Neuer Kanzler startet auf Facebook durch

Chrisitan Kern

Neuer Kanzler startet auf Facebook durch

Der neue SPÖ-Chef Christian Kern ist nun in seiner Rolle als SPÖ-Vorsitzender auf Facebook vertreten und hat mit der am Dienstag gestarteten Seite bald 12.000 "Gefällt mir"-Angaben geerntet. Zudem ist der Auftritt des Bundeskanzleramts neu aufgesetzt worden.

Private Seite
Privat" ist der frühere ÖBB-Chef Kern schon lange auf Facebook unterwegs und postete etwa am Tag nach dem Rücktritt von Ex-Bundeskanzler Werner Faymann vom Muse-Konzert in der Wiener Stadthalle. 7.866 Personen haben ihn abonniert, befreunden kann man sich aber nicht mehr mit Kern, wie er via Titelbild mitteilt - denn Facebook lässt nicht mehr als 5.000 Freunde zu.

Nun aber gibt es eine neue offizielle Kern-Seite auf Facebook, die von der SPÖ betrieben wird. Dort sind auch klare "Seitenregeln" und hehre Ziele formuliert: "Diese Seite soll zu einer besseren politischen Kultur in Österreich beitragen", heißt es und daher wird ersucht, von Untergriffen und Anfeindungen abzusehen. Kern selbst könne auch nicht alles lesen, erhalte aber "wöchentlich eine Zusammenfassung der Diskussionen und der interessantesten Vorschläge, Ideen und Anregungen".

Das Bundeskanzleramt ging am Mittwoch mit dem Vermerk "Neuer Chef. Neue Seite. Erste Schritte" an den Start. (Mit-)betreut von Mitarbeitern des Pressedienstes soll hier vom Leben am Ballhausplatz berichtet werden. Am Mittwoch gab's etwa Fotos von der Minister-Angelobung und einen Blick hinter die Kulissen des Einzugs der neuen Regierungsmitglieder. Immerhin bereits 123 Personen "gefällt das".

Kein Twitter
Ein Twitter-Auftritt des Kanzlers ist vorerst nicht fix geplant. Schließlich sei Kern aber auch bisher nicht beim Kurznachrichtendienst aktiv gewesen. Allerdings würden sich derzeit viele anbieten, auch im Bereich Social Media mitzuarbeiten, hieß es auf APA-Anfrage - und da will man abwarten, was sich weiter entwickelt.

Kerns Vorgänger Faymann war nie so recht warm geworden mit den Sozialen Medien. Am 26. Oktober 2011 war seine Präsenz auf beiden Plattformen gestartet, allerdings war ihm dort kein Erfolg beschieden. Häme gab es dafür, dass ein großes "Team Bundeskanzler" in seinem Auftrag postete, dann kamen viele angebliche Fake-User dazu, mit denen das Kanzleramt indes nie etwas zu tun haben wollte. Nur wenige Tage nach Faymanns Abgang ist von all dem nichts mehr zu finden.

Breitenwirksamer reüssierte da schon einige Zeit lang die Parodie "Failmann". Und auch Kern hat es auf Twitter bereits mit einem Fake-Account zu tun: "BKChristianKern" tut so, als wäre er der echte - Status-Updates wie "Bei der SPÖ ändert sich vieles. Zum Beispiel wird am 1. Mai statt der Internationalen "Auferstanden aus Ruinen" gesungen." nimmt ihm aber wahrscheinlich keiner als echt ab.

Video zum Thema Christian Kern als Bundeskanzler angelobt
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