ORF-Budget 2011 abgesegnet

Stiftungsrat

 

ORF-Budget 2011 abgesegnet

Der ORF-Stiftungsrat hat am Donnerstag den ORF-Finanzplan für 2011 einstimmig genehmigt. Bei einer Abstimmung über die damit verbundenen Strukturmaßnahmen und Einsparungspläne stimmten die fünf Betriebsräte des 35-köpfigen Aufsichtsgremiums gegen die Budgetpläne von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und seines Kaufmännischen Direktors Richard Grasl. Abgesegnet wurden auch neue ORF-Töchter wie die Marketing GmbH. Martin Biedermann, Wrabetz' Bürochef und zuletzt auch interimistischer Kommunikationschef des ORF, wurde einstimmig zum Geschäftsführer der Marketing GmbH bestellt.

ORF will 2011 ein positives Ergebnis einfahren
Laut genehmigtem Budget peilt der ORF 2011 ein positives Konzern-Ergebnis (EGT) von 300.000 Euro an, muss dazu aber seine Strukturen weiter in Angriff nehmen. Wie aus dem Finanz- und Stellenplan hervorgeht, der am Donnerstag von den Stiftungsräten debattiert wurde, sollen in den kommenden beiden Jahren bis zu 150 Mitarbeiter abgebaut werden. Ursprünglich war für 2011 ohne Maßnahmen ein Minus von 25 Mio. Euro angenommen worden. Das ORF-Management erwartet für 2011 einen Gesamtumsatz von 902,2 Mio. Euro.

Mehr Korrespondenten geplant
Wrabetz betonte vor den Stiftungsräten, dass der ORF in allen Bereichen handlungsfähig und auf Kurs sei und auch für die kommenden Monate viele ambitionierten Projekte zur Umsetzung anstehen. So sei unter anderem ein Ausbau des Korrespondenten-Netzes mit der Eröffnung des Büros Istanbul geplant. Außerdem starte die ORF-Akademie, die Reform von ORF eins sowie die Überarbeitung der Diskussionsformate. "Im Zentrum" soll ja vom "Haas Haus" absiedeln und wieder auf den Küniglberg zurückkehren, außerdem wird in ORF eins an einem neuen Talk-Format gearbeitet.

Neuer Standort für ORF
Weiters ging Wrabetz in seinem Bericht auf den aktuellen Status in Sachen ORF-Standort ein. Das Denkmalschutz-Verfahren ist für den ORF demnach nicht zufriedenstellend. Bei der Suche nach möglichen neuen Standorten sind nach einer Ausschreibung des ORF noch zwei Anbieter im Rennen. Zur Debatte stehen demnach das Areal "Neu Marx" und der Standort Perfektastraße.

Pelinka zufrieden
SPÖ-"Freundeskreis"-Leiter Niko Pelinka zeigte sich mit den Beschlüssen zufrieden. Er verwies auf die einstimmige Zustimmung zu Budget und Stellenplan und die breite Zustimmung bei allen weiteren Beschlüssen. Dies sei "ein großes Vertrauensvotum für eine voll handlungsfähige Geschäftsführung und ein gutes Signal für einen stabilen ORF im Jahr 2011."

Fiedler zieht sich zurück
Abschied aus dem Gremium nahm am Donnerstag das wohl längstdienende Mitglied des obersten ORF-Aufsichtsgremiums. Betriebsrat Heinz Fiedler war erstmals 1976 in das ORF-Kuratorium eingezogen und war seither Mitglied in dem Gremium. Im Jänner will sich der 68-Jährige aus dem ORF zurückziehen.

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