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ORF-Chef:

ÖSTERREICH-Interview

ORF-Chef:"Ich lasse mich nicht erpressen"

ORF-General Alexander Wrabetz nimmt im ÖSTERREICH-Interview zu den Vorwürfen rund um die Bestellung von Niko Pelinka zu seinem Büroleiter Stellung.

Alle Infos zu dem Streit finden Sie hier >>

 

ÖSTERREICH: Herr Wrabetz, Niko Pelinka hat Ihnen angeboten, seine Bewerbung als Büroleiter zurückzuziehen. Sie sollen das abgelehnt haben.
Alexander Wrabetz:Ich gehe davon aus, dass Niko Pelinka seine Bewerbung aufrecht erhält. Ich hätte gerne, dass er sich als mein Büroleiter bewirbt. Wenn er sich bewirbt, ist er mein Favorit. Ich stehe hinter seiner Bewerbung.

ÖSTERREICH: Es gab in den letzten Tagen viel Kritik an dieser Personalentscheidung. Was sagen Sie dazu?
Wrabetz: Es ist ausschließlich meine Entscheidung, wen ich als Büroleiter nehme. Man muss mir zugestehen, dass ich selbst entscheide, wer als mein Büroleiter geeignet ist.

ÖSTERREICH:Armin Wolf hat gemeint, sie lassen sich politisch erpressen.
Wrabetz: Ich habe mich nicht erpressen lassen und ich werde mich nicht erpressen lassen. Da hat Armin Wolf nicht recht und dagegen verwahre ich mich auch. Im Gegenteil: Die journalistische Berichterstattung im ORF und die Comedy ist so unabhängig wie noch nie in der ORF-Geschichte, das gestehen uns auch alle zu. Und ich glaube, wir haben in unserem Unternehmen eine der offensten Diskussionskulturen in Österreich, wie ja auch diese aktuelle Diskussion beweist. Das ist grundsätzlich positiv, auch wenn es nicht immer angenehm ist.

ÖSTERREICH: Hat Sie das Ausmaß der Kritik überrascht?
Wrabetz:Ja, es ist doch recht ungewöhnlich, wenn man in Anbetracht von Euro-Krise und Co. tagelang über den Büroleiter des ORF-Chefs diskutiert. Das halte ich für überdimensioniert,wie auch die Funktion in der Debatte überbewertet wird.

ÖSTERREICH: Der Betriebsrat prüft angeblich eine Klage weil die Ausschreibung nicht rechtens war?
Wrabetz:Selbstverständlich hat der Betriebsrat auch in diesem Fall alle ihm zustehenden Rechte. Allerdings sind Alle Erfordernisse des Gesetzes gewahrt worden. In den letzten 20 Jahren ist dieser Büroleiter-Job nie ausgeschrieben worden. Ich habe mich aber aufgrund der zu erwartendenDiskussion von vornherein entschlossen, die Stelle diesmal auszuschreiben. Ich habe zuerst gesagt, was meine Vorstellung für den Büroleiter-Job ist. Das ist als Generaldirektor schließlich meine Aufgabe. Es wurde hier nicht gegen das Gesetz verstoßen.

ÖSTERREICH: Wie geht es jetzt in der Causa weiter?
Wrabetz: Ich werde in den nächsten Tagen mit allen, die ihre Bedenken geäußert haben, persönlich sprechen. Aber ich bleibe dabei: Niko Pelinka ist mein Favorit für diese Funktion.. Und meinen Büroleiter werde ich mir selber aussuchen.

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