ÖGB verliert 2009 16.400 Mitglieder

Verlust beschleunigt

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ÖGB verliert 2009 16.400 Mitglieder

Der ÖGB hat auch im Vorjahr seinen Mitgliederschwund nicht stoppen können. Nur noch 1,22 Millionen Arbeitnehmer sind im Gewerkschaftsbund vereint, so die am Dienstag veröffentlichten Zahlen. 16.400 Mitglieder gingen 2009 verloren, angesichts der Wirtschaftskrise mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit ist das Minus von 1,3 Prozent allerdings kein allzu dramatischer Wert.

Zugewinne
Zu den Gewinnern des Jahres gehört die GPA. Die Privatangestellten als größte Einzelgewerkschaft legten um rund 2.500 Mitglieder zu, womit man bei der Gesamtzahl von 267.802 steht. Ebenfalls Zugewinne können die Beamtengewerkschaften, also jene für den öffentlichen Dienst (GÖD) und jene für die Gemeindebediensteten (GdG), verzeichnen.

Starke Einbußen gibt es bei den Arbeitergewerkschaften - Metaller und Chemiearbeiter, die zuletzt zur zweitgrößten Gewerkschaft Pro-Ge fusioniert haben, verloren gemeinsam mehr als 14.000 Mitglieder. Auch die unter anderem für Tourismus zuständige vida, die Bau/Holz und die Post-Gewerkschaft verfügten 2009 über weniger Mitglieder als im Jahr davor.

Krise beschleunigt
Überhaupt hat sich mit der Krise der Trend zu rückläufigen Mitgliederzahlen beschleunigt. Von 2007 auf 2008 waren nur gut 9.000 Mitglieder verloren gegangen. Allerdings gab es in den Jahren nach der Jahrtausendwende auch Zeiten, wo die Einbuße bei mehr als 20.000 lag, etwa 2003 mit minus 21.000 oder 2004 mit minus 27.000. Wie schnell es mit der Mitgliederzahl im ÖGB insgesamt bergab geht, zeigt der Vergleich mit dem Jahr 2000, als noch 1,44 Millionen Mitglieder gezählt wurden, also rund 220.000 mehr als zuletzt.

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