Sitzordnung

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ÖVP-Oldies keilen Pröll im Parlament ein

Wenn der neue Nationalrat in sechs Tagen erstmals zusammentritt, gibt es gleich mehrere Premieren. So werden etwa Grüne und FPÖ ihre Plätze tauschen. Die 34-Abgeordneten-Truppe von Heinz-Christian Strache rutscht um einen Block nach links und wird künftig direkt neben den 57 SPÖ-Abgeordneten sitzen. Der Grund: Die FPÖ legte um 13 Mandate zu und füllt jetzt einen ganzen Block.

Grüner Rechtsruck
Quasi als Puffer zwischen FPÖ und BZÖ werden die Grünen sitzen – wie die Orangen haben sie nur einen Platz in der ersten Reihe – und den wird die neue Klubchefin Eva Glawischnig besetzen. Als Puffer wollen sich die Grünen allerdings nicht verstanden wissen. Ihr parlamentarischer Sprecher Dieter Brosz begründet den grünen Rechtsruck so: „Wir sitzen dann innerhalb eines Blockes, was die Arbeit für uns enorm erleichtert.“ Tatsächlich sitzen die 21 BZÖ-Mandatare künftig in zwei Blöcken, die sie jeweils mit den Grünen und der ÖVP teilen werden.

Pröll zwischen Oldies
Doch fast noch interessanter ist die parteiinterne Sitzordnung: In der ÖVP herrscht dem Vernehmen nach ein Griss um die besten Plätze in der 1. Reihe. Was dazu führen dürfte, dass der neue ÖVP-Chef Josef Pröll von der alten Garde rund um Noch-Klubchef Wolfgang Schüssel eingekeilt werden könnte.

Aktuelle Sitzordnung
Derzeit ist folgende schwarze Sitz- und (Hack-)Ordnung aktuell: Pröll soll mit dem Zweiten Nationalratspräsidenten Michael Spindelegger in der ersten Reihe sitzen – daneben wollen Noch-Finanzminister Wilhelm Molterer und Noch-Außenministerin Ursula Plassnik Platz nehmen. Direkt dahinter: Schüssel selbst sowie Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, daneben die Bünde-Chefs Fritz Grillitsch und Fritz Neugebauer.

Kampf um Quadratmeter
Ob das wirklich so bleibt, ist aber fraglich, die Entscheidung soll am Montag in einer Klubsitzung fallen. Pröll würde sich gerne attraktive Neuzugänge wie etwa die Wienerin Katharina Cortolezis-Schlager nach vorne holen. Zudem haben sich Schüssel, Plassnik & Co. ÖVP-intern viele Feinde gemacht, weil sie größere Büroflächen in dem zum Parlament gehörenden Palais Epstein für sich reklamiert hatten. „Schüssel merkt zum ersten Mal, dass nicht alles so läuft, wie er das will“, freute sich ein ÖVP-Insider am Mittwoch gegenüber ÖSTERREICH.

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