ÖVP-Plassnik will Proteststimme abgeben

ÖSTERREICH

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ÖVP-Plassnik will Proteststimme abgeben

Ex-ÖVP-Außenministerin Ursula Plassnik will sich nicht damit abfinden, dass ihre Partei keinen eigenen Kandidaten für die Bundespräsidentschaftswahl aufgestellt hat. Sie will bei der Bundespräsidentenwahl am 25. April für eine "Persönlichkeit der ÖVP" stimmen, wie die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer Sonntagsausgabe berichtet.

Dass die ÖVP niemanden ins Rennen um die Hofburg geschickt hat, kritisiert Plassnik scharf: "Wenn Parlaments- und Regierungsparteien für eine Volkswahl keine eigenen Kandidaten aufstellen, ist das für mich ein Zeichen, dass sie wichtige Gestaltungsmöglichkeiten und damit letztlich sich selbst nicht ernst nehmen. Ich werde bei der Bundespräsidentenwahl meine Stimme derjenigen politischen Persönlichkeit der ÖVP geben, die ich für die am besten geeignete halte. Das ist meine persönliche Form des Protests."

Welche Persönlichkeit das wohl sein könnte, wollte Plassnik zwar nicht verraten. Allerdings: Vor Absage einer ÖVP-Kandidatur war Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel als möglicher Herausforderer von Heinz Fischer im Gespräch. Plassnik gilt als enge Vertraute Schüssels. ÖVP-Insider vermuten, dass Plassnik seinen Namen auf ihren Wahlzettel schreiben wird.

Den Diskussionen über die Sinnhaftigkeit des Amtes kann Plassnik nichts abgewinnen: "Wahlen sind ein Kernelement der Demokratie. Als Außenministerin habe ich mich weltweit für das Recht auf freie Wahlen eingesetzt. Nicht zur Wahl zu gehen ist für mich kein gangbarer Weg."

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