ÖVP steht vor Triumph in Oberösterreich

Landtagswahlen

ÖVP steht vor Triumph in Oberösterreich

Die Schlammschlacht um Oberösterreich wird eine Woche vor der Landtagswahl immer härter: Freitag lieferten sich ÖVP und SPÖ wilde Verbalgefechte, wie man sie sonst nur aus US-Kampagnen kennt. Von „Bush-Stil“ bis „gefälschte Wahlplakate“ reichen die Anschüttungen.

Umfrage: Plus für VP und FP, roter Absturz
Die Nervosität ist kein Wunder: Laut der jüngsten Umfrage des Gallup-Instituts im Auftrag von ÖSTERREICH liegt die ÖVP praktisch gleichauf mit dem letzten Wahlergebnis von 43,4 Prozent.

  • Von einem leichten Plus, das sogar den fünften Landesrat und die absolute Mehrheit in der Regierung bringen könnte, bis zu einem überschaubaren Minus – allerdings mit gleich drei Koalitionsoptionen danach – ist für Pühringer alles möglich.
  • Der SPÖ Erich Haiders droht ein Absturz: Nach 38,3 Prozent im Jahr 2003 liegt sie jetzt nur noch bei 28 bis 30 Prozent. Damit könnten alle Pläne Haiders, von einer bunten LH-Wahlkoalition für ihn, bis zur Übersiedlung als Minister nach Wien Schall und Rauch werden. Fast nur noch er selbst glaubt anderes: „Ich werde Erster.“
  • Die FPÖ wird nach dem Rausflug 2003 den Wiedereinzug in die Landesregierung schaffen: Mit 11 bis 13 Prozent ist ein – vergleichsweise enttäuschendes – Plus und damit ein Regierungssitz so gut wie fix.
  • Ein Ergebnis, von dem die Konkurrenz vom BZÖ nur träumen kann: Trotz Haider-Schwester Ursula Haubner als Frontfrau liegt man weiter unter vier Prozent – der Hürde für den Einzug in den Landtag.
  • Ums Überspringen einer anderen Hürde zittern die Grünen um Rudi Anschober: Die erste schwarz-grüne Koalition könnte nach nur einer Periode scheitern, wenn Anschober aus der Landesregierung fliegt: Mit etwa 10 Prozent ist er – noch – auf Kurs. Verlieren die Grünen aber auch nur 1,5 Prozentpunkte gegenüber der aktuellen Umfrage, oder legt die ÖVP im Finale noch sehr stark zu, könnte sich der Sitz in der neunköpfigen Landesregierung – und damit eine Koalition – nicht mehr ausgehen.

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(c) ÖSTERREICH

Pühringer bringt Koalition mit der FPÖ ins Spiel
VP-Landeshauptmann Josef Pühringer will sich prompt nicht mehr auf Schwarz-Grün festlegen und sagt jetzt, dass „die FP in Oberösterreich nicht mit Strache zu vergleichen ist“. Er sei für „breite Zusammenarbeit“, die auch mit der FPÖ möglich sei. Nur mit einem kann Pühringer partout nicht: Bei seinem Erzfeind Erich Haider, rechnerisch die logische Koalitionsoption, hofft er, dass „nach der Wahl in der SP konstruktive Kräfte das Sagen haben“.

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