04. September 2010 09:17

Streit ausgebrochen 

ÖVP verlangt Deutsch als Pflicht in Moscheen

Die Islamische Glaubensgemeinschaft lehnt dies strikt ab.

ÖVP verlangt Deutsch als Pflicht in Moscheen


Der Chef der Jungen ÖVP, Sebastian Kurz fordert den Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft, Anas Schakfeh auf, nicht "von Moscheen und Minaretten in jeder Landeshauptstadt zu träumen und Konflikte zwischen den Kulturen anzutreiben". Die Junge ÖVP schlage dagegen vor, dass Predigten und der Alltag in Moscheen auf Deutsch stattfinden sollten. Damit sollten die Chancen zur Integration der Glaubensgemeinschaft erhöht werden, so Kurz in einer Aussendung.

Der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft, SPÖ Wien-Mandatar Omar Al-Rawi, fand es im Gegenzug bedauerlich, dass nun auch die Junge ÖVP versuchte, "durch das Schüren von antimuslimischen Ressentiments auf Stimmenfang im rechten Lager zu gehen". Bezüglich des Wunsches, dass in Moscheen nur noch Deutsch gesprochen werden sollte, meinte Al-Rawi, es werde schließlich auch in polnischen oder russischen Kirchen nicht auf Deutsch gepredigt.
 


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10 Postings
Hans-Georg Peitl meint am 05.09.2010 07:56:08 ANTWORTEN >
Liebe Freunde von der ÖVP,

Irgendwie scheint Ihnen der Islam eher unbekannt zu sein. Auch Ihnen müsste bewusst sein, dass es den Moslems eigentlich glaubensmässig untersagt ist, den Koran in das Deutsche zu übersetzen.

Ihr Wunsch also, in den Moscheen die deutsche Sprache ein zu führen ist ident mit dem Wunsch den Islam in Österreich auf zu lösen.

Euer

Hans-Georg Peitl
Kandidat der
Plattform Direkte Demokratie
http://demokratie.at
meinsenfdazu meint am 05.09.2010 07:27:27 ANTWORTEN >
Die Anbiederung der ÖVP an potentielle FP-Wähler ist widerlich. Man sieht wieder einmal, dass den Schwarzen alle Mittel recht sind, um wieder an die Macht zu kommen. Wenn in allen anderen Religionen in der jeweiligen Landessprache gepredigt werden darf, warum soll das für den Islam nicht gelten?
Das ist doch nur Wahltaktik. Hoffentlich haben die Steirer noch nicht die Schüssel-Jahre vergessen und sind daraus klug geworden. Die VP betreibt ausschließlich Klientel-Politik - soziale Aspekte bleiben auf der Strecke.
gaertnerkarl meint am 05.09.2010 00:31:24 ANTWORTEN >
ach ja und in jüdischen tempeln wird nicht mehr hebräisch gepredigt sondern in deutsch?!!! so ein unsinn! wie dämlich sind eigentlich so jungpolitiker und wie ahnungslos???...
ichglaubsnicht meint am 04.09.2010 23:25:19 ANTWORTEN >
@therock
vollste zustimmung!
TheRock meint am 04.09.2010 18:30:50 ANTWORTEN >
Naja meint am 04.09.2010 15:36:22

@Naja, ein Imam kann nicht nur auf Deutsch predigen. Die Suren muss er auf Arabisch ansagen, er kann höchstens 70% arabisch und 30 % auf Deutsch predigen. Aber darum geht es hier nicht, in Österreich haben wir Religionsfreiheit, in einer Synagoge prädigt man auf hebräisch, in einer russischen Kirche auf russisch in einer Kroatischen Kirche auf kroatisch. Wieso sollen dann Moslems nur auf Deutsch predigen? Es geht hier nur um die Hetzte gegen den Islam, auch wenn man in allen Moscheen auf deutsch predigen würde, würden sie weitere Gründe suchen um gegen den Islam zu hetzten. Wie kann das sein in einem Land das sich für so aufgeklärt und modern hält, was die Menschenwürde und Gleichberechtigung an höchster Stelle ställt. Ein Land dessen Geschichte uns erzählt wohin Hass und Ausgränzung führt. Wo soll das Enden???
weinberl meint am 04.09.2010 17:50:53 ANTWORTEN >
Will die ÖVP dem Stracherl jetzt zwei oder drei Stimmen abjagen, indem man nun auch auf den "Islam-Hauen"-Zug aufspringt ?
Das Niveau der ÖVP lässt auch arg nach !!
Naja meint am 04.09.2010 15:36:22 ANTWORTEN >
Also ich als Muslimin finde die peinlichen Auftritte, die die Islamische Glaubensgemeinschaft derzeit hinlegt einfach nur peinlich und beleidigend, sie sind verstörend und Angst schürend, und sicher auch nicht hilfreich für Muslime und die Integration. Im Islam kann man das Gebet nicht in einer anderen Sprache abhalten, als Arabisch, so wie auch in Rom auf lateinisch gepredigt wird, ABER dass sehr viele Imame überhaupt kein Deutsch können und dass die Kuthba, die Rede am Freitag, die wirklich sehr wichtig ist, nicht auch auf Deutsch gehalten wird, ist peinlich und beleidigend. Ich weiß nicht, wen die Islamische Glaubensgemeinschaft vertritt, aber sie vertritt weder mich noch die Muslime die ich kenne. Wir haben genügend Gebetsräume und der Islam besteht nicht aus Kopftuch und Minarett. Schakfeh und die, die "die Muslime vertreten", sollten sich mal um wirklich wichtige Dinge kümmern, z.B. dass es Unterricht, besonders für Frauen gibt, denn das ist im Islam ein MUSS und ein RECHT der Frauen. Und es ist unabdingbar, dass Menschen, die in Ö leben wollen, der deutschen Sprache mächtig sein sollten, dass wäre auch Hilfreich für deren Kinder und deren Ausbildung und dann bräuchte man nicht ständig darüber diskutieren, wie viele Facharbeitskräfte importiert werden müssen!
Cosinus meint am 04.09.2010 12:34:50 ANTWORTEN >
Deutsch ist doch eine Fremdsprache!
wandern meint am 04.09.2010 12:24:20 ANTWORTEN >
Auf Moscheen und diverse Tempel muß man ein wachsames Auge haben die können sich doch nicht in einen fremden Land so aufführen wie zuhause
derschlaue meint am 04.09.2010 10:34:44 ANTWORTEN >
Warum wehrt man sich deutsch zu sprechen.? Was haben sie zu verbergen? Natürlich haben sie etwas zu verbergen, deshalb die Aufregung. Inzwischen weis schon jeder was in den Moscheen verbreitet und verkündet wird. Es geht immer um die Ungläubigen. Ich hoffe nur, dass die ÖVP diesmal stark und konsequent bleibt bei ihrer Forderung.
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