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© Kernmayer

"Ostergeld" kommt Anfang Mai

Das „Steuerzuckerl“ kommt – und zwar jetzt doch früher als erwartet. Wie berichtet hat die Regierung Unternehmen nun verpflichtet, ihren Mitarbeitern die Steuer-Vergünstigungen spätestens auf dem Juni-Gehaltszettel gut zu buchen, und zwar rückwirkend für das erste Quartal. Diese „Kann“-Bestimmung war durch die intensive ÖSTERREICH-Berichterstattung als „Muss“-Bestimmung in den Gesetzestext eingeflossen.

Einziger Wermutstropfen: Die „technischen und organisatorischen Möglichkeiten müssen gegeben sein“, wie es in der Regelung heißt. Doch zumindest die Mitarbeiter der meisten größeren Unternehmen können sich noch im Mai auf ihr „Ostergeld“ von der Regierung freuen. Alle anderen fallen um den Steuerbonus zwar nicht um, müssen aber auf die Arbeitnehmerveranlagung Anfang 2010 warten.

Große Firmen zahlen im Mai
Denn deren Buchhaltungen sitzen bereits in den Startlöchern (siehe Kasten) und können sich bei der Abwicklung auf externe Lohnverrechnungs-Datenbanken stützen. So bietet etwa die Firma SAP „Software-Upgrades“ für die neuen Steuersätze ab Mitte April an.

Für den einzelnen Arbeitnehmer heißt das: Er erhält bei einem Brutto-Gehalt von etwa 1.600 Euro bereits im Mai auf einen Schlag 155 Euro zusätzlich für die Monate Jänner bis April. Danach greift die normale Entlastung, also in diesem Beispiel ein Plus von knapp 39 Euro monatlich. Zu Verzögerungen kann es allerdings bei Klein- und Mittelbetrieben kommen, deren Verrechnung meist mit weniger Aufwand abgewickelt wird.

Experten machen Druck
Otto Farny, Steuerrechts-Experte der Arbeiterkammer, zeigt sich mit der verschärften Regelung „grundsätzlich“ zufrieden. Ihm geht es aber zu langsam. Farny: „Jedes große Unternehmen müsste fähig sein, bereits im April die Boni rückwirkend auszuzahlen.“

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