PISA-Studie: So läuft der Test ab

Zwei-Stunden-Prüfung

© Niesner

PISA-Studie: So läuft der Test ab

Für das Programme for International Student Assessment (PISA) wurden in Österreich im Frühjahr 2009 rund 5.000 Schüler des Jahrgangs 1993 aus 150 Schulen getestet. Die Jugendlichen mussten dabei einen zweistündigen Test (mit Pause) absolvieren, an den sich die Beantwortung eines Schülerfragebogens (ca. 45 Minuten) schloss.

  •  Erster Schritt:
    Bei der Auswahl der Schüler war die Übermittlung einer Liste mit jenen rund 2.500 österreichischen Schulen, in die im Frühjahr 2009 auch nur ein Schüler des Altersjahrgangs 1993 ging, an das internationale PISA-Konsortium in Australien. Dieses wählte eine zufällige Stichprobe von acht bis zehn Prozent aus.

 

  • Koordinierung:
    Nächster Schritt war dann die Bestimmung eines (für diese Tätigkeit entlohnten) Koordinators an jeder ausgewählten Schule. Dieser erstellte eine Liste aller für den Test in Frage kommenden Schüler des Jahrgangs 1993 an der betreffenden Lehranstalt - ausgeschieden werden mussten dabei etwa Schüler mit geistiger Behinderung. Aus dieser Aufstellung wählte das Institut für Bildungsforschung (BIFIE) nach dem Zufallsprinzip dann höchstens 35 Jugendliche pro Schule aus und übermittelte Info-Broschüren an die Schule.

 

  • Einstimmig genehmigte Aufgaben:
    Die Tests selbst bestehen sowohl aus Multiple-Choice-Fragen als auch aus Fragen, die freie Antworten erfordern. Die Fragen sind textbasiert, schließen manchmal aber Bilder, Grafiken oder Tabellen ein. Für den Test freigegeben werden die einzelnen Aufgaben erst, wenn sie von allen Teilnehmerstaaten einstimmig genehmigt wurden. Außerdem wird vor der tatsächlichen Studie ein Probelauf in allen Staaten durchgeführt. Sollten sich dabei Testfragen in bestimmten Ländern als zu einfach oder zu schwierig erweisen, werden sie von der eigentlichen Studie in allen Ländern ausgeschlossen.
  • 13 verschiedene Testhefte:
    Die Schüler erhalten nicht alle die gleichen Aufgaben. Insgesamt gibt es 13 Testhefte, von denen pro Schule nicht mehr als drei Schüler das gleiche Exemplar bearbeiten. Die im Anschluss an den eigentlichen Test auszufüllenden Schülerfragebögen sollen dann den sozioökonomischen Status, Lerneinstellungen, Schullaufbahn etc. abklären.
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