Parlament ist

Es regnet rein

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Parlament ist "nicht mehr dicht"

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer hat jüngst das Projekt Umbau des Plenarsaals gestoppt. Ob das wirklich so eine gute Idee war, ist jetzt ein wenig unsicherer. Brachen bisher nur Abgeordneten-Sessel ein, droht nun auch Gefahr von oben. Über Nacht beregnete es eine Abgeordneten-Bank der Grünen. Als die Mandatare in der Früh ins Hohe Haus einzogen, fand das Trio Albert Steinhauser, Alev Korun und Judith Schwentner seine Bank ein wenig überflutet vor.

Grüne sind sauer
Ihr Fraktionskollege Dieter Brosz zeigte sich entsprechend verärgert und forderte Prammer auf, den Umbau des Plenarsaals baldigst wieder in die Wege zu leiten. Beweise für die Notwendigkeit des Projekts brauche es jetzt wohl keine mehr. Zusätzlich wäre der Umbau eine Beschäftigungsinitiative und würde den Sitzungsraum endlich barrierefrei machen. Auch Grünen-Chefin Eva Glawischnig drängte auf den Umbau des Parlaments.

Hohes Haus "nicht mehr dicht"
Mit den Grünen solidarisch zeigte sich das BZÖ. Dessen Abgeordneter Ewald Stadler meinte, das Hohe Haus komme schön langsam in den Ruf, nicht mehr dicht zu sein. Für die ÖVP meinte Ex-Finanzminister Wilhelm Molterer, ein normaler Betrieb würde bei einem derartigen baulichen Zustand relativ schnell vom Arbeitsinspektorat geschlossen werden.

Kein Geld oder keine Einigung?
Prammer meldete sich dann wohl oder übel auch noch zu Wort. Sie bekannte sich zwar zum Umbau, betonte aber, dass es für dieses Projekt Einigkeit aller Fraktionen brauche. Die Nationalratspräsidentin hatte vorige Woche die Vorbereitungsphase für den Umbau gestoppt. Sie begründete diese Entscheidung mit der schwierigen Wirtschaftssituation.

Der Fleck war jedenfalls im Lauf des Vormittags einigermaßen aufgetrocknet. Ein Fetzen blieb aber sicherheitshalber liegen, sollte es doch noch vom Dach weitertröpfeln. Eher unangenehm war die klimatische Situation im Plenarsaal. Die Luftfeuchtigkeit ließ Erinnerungen an ein Tropenhaus hochkommen.

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