Parteien bekämpfen Kinderarmut

Verschiedene Ansätze

© APA/Herbert Pfarrhofer

Parteien bekämpfen Kinderarmut

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) hat am Donnerstag betont, dass die Politik der Kinderarmut nicht zuschaue, sondern handle. "Mit einem verzahnten Mix aus steuer-, arbeitsmarkt-, sozial- und bildungspolitischen Maßnahmen sowie Transferleistungen bekämpfen wir jene Faktoren, die Armut begünstigen können und schaffen damit neue Chancen für Kinder und Eltern", sagte Hundstorfer.

Beschäftigung
Die wichtigste Voraussetzung im Kampf gegen Armut ist für den Sozialminister die Beschäftigung. "Neben aktiven Arbeitsmarkt- und Konjunkturprogrammen, die Beschäftigung sichern und schaffen sollen, sind die Voraussetzungen, die Eltern erst in die Lage versetzen, Kinder und Arbeit zu verbinden, weiter auszubauen. Das Gratis-Kindergartenjahr ist dafür ein erster, wichtiger Schritt", betonte Hundstorfer.

Kostenlose Einrichtungen
Die Erwerbstätigkeit der Eltern ist nach Ansicht des Sozialministers ein entscheidender Faktor bei der Bekämpfung von Kinderarmut. Allein durch die Erwerbstätigkeit der Mutter werde die Armutsgefährdung - verglichen mit der Nichterwerbstätigkeit - um fast zwei Drittel reduziert. Daher sei unter anderem der Ausbau von kostenlosen Kinderbetreuungseinrichtungen von wesentlicher Bedeutung.

Grüne bekämpfen Kinderarmut
Die Einführung eines ganzen Maßnahmenpaketes zur Armutsbekämpfung fordert der Stadtrat der Grünen Wien, David Ellensohn. "In Wien sind mittlerweile 100.000 Kinder von Armut bedroht, viele Familien können sich einfache Anschaffungen oder Reparaturen nicht mehr leisten. Wenn über 300.000 Haushalte rein rechnerisch vor dem Monatsende kein Geld mehr haben, so ist das ein Armutszeugnis für die Sozialpolitik der SPÖ. Meine Vision ist eine Stadt ohne Armut", so Ellensohn.

Prävention
Neben einem Plan zur raschen Armutsbekämpfung, der die Schaffung eines Sonderfonds mit 20 Millionen Euro vorsieht, will Ellensohn vor allem mit Prävention Armut verhindern helfen: So müsse es kostenlose Kinderbetreuung für alle Kinder geben - und nicht nur für Kinder, die einen Platz in einem städtischen Kindergarten ergattert haben - und ein Hinaufsetzen der Bewertungsgrenzen für Beihilfen.

Strache haut auf Tisch
Die zunehmende Kinderarmut sei die Folge einer völlig verfehlten Sozial-, Familien- und Zuwanderungspolitik, erklärte heute FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache. Jahrzehntelang habe man den Zuzug unqualifizierter Arbeitskräfte und damit den Verdrängungswettbewerb am österreichischen Arbeitsmarkt forciert, dringend notwendige Integrationsmaßnahmen aber hintangestellt, so Strache.

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