Das Pensions-Defizit wird immer größer

Wachsende Kulft

Das Pensions-Defizit wird immer größer

Der Chef der Pen­sionsversicherungsanstalt PVA, Winfried Pinggera, schlägt Alarm: Die Pensionsbeiträge decken bei den ASVG-Pensionen nicht einmal mehr 90 % des Aufwandes ab – binnen eines Jahres ist die sogenannte Deckungsquote um 6 % gesunken. Konkret klafft 2011 zwischen Einnahmen und Ausgaben ein Loch von 2,6 Mrd. Euro (siehe Grafik). Der Bundeszuschuss für alle Pensionen steigt von 2,9 Milliarden (2009) auf 4,9 Mrd. Euro im Jahr 2011. Als Hauptursache macht Pinggera die Wirtschaftskrise aus, mehr Arbeitslosigkeit bedeutet geringere Beiträge. Allerdings schlagen auch immer mehr Hackler- und Invaliditätspensionisten zu Buche.

Hundstorfer: Neues Paket
Sozialminister Rudolf Hundstorfer gibt sich auf Anfrage von ÖSTERREICH gelassen: Die Beiträge seien im 3. und 4. Quartal wieder gestiegen. Zudem habe die Regierung bei „Hackler“- und Invaliditätspen­sionen bereits Pakete geschnürt. Der Zugang zu den Langzeitpensionen werde deutlich erschwert.

Kündigungsschutz ausbauen
Trotzdem kündigt Hundstorfer ein neues Paket zur längeren Beschäftigung älterer Arbeitnehmer an: Der SPÖ-Politiker will einen erweiterten Kündigungsschutz für Ältere und Anreizsysteme diskutieren. Hundstorfer hat auch die Bauern- und Selbstständigenpensionen im Visier. Bei den Bauern schießen die Steuerzahler sogar 81,2 Prozent zu, nur 18,8 % der Pensionen seien durch Beiträge gedeckt.

Autor: (gü)
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