Pensions-Krieg zum Steirer-Wahlfinale

Luxus-Rentner

Pensions-Krieg zum Steirer-Wahlfinale

Steirerblut ist ohnehin kein Himbeersaft – doch das Wahlkampffinale droht jetzt zu einem richtigen Polit-Krieg zu werden. Am Samstag veröffentlichte profil die Pensionen der beiden Spitzenkandidaten Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) und seines Herausforderers Hermann Schützenhöfer (ÖVP).

Firmenpension bei "Merkur" gesichert
Demnach stünde dem SPÖ-Landshauptmann ab seinem 60. Lebensjahr eine Pension von rund 12.000 Euro brutto zu. Allerdings: Dabei handelt es sich NICHT um eine Politiker-Rente. Voves soll sich bei seinem Abgang als Vorstandsdirektor der Merkur-Versicherung – "Wir versichern das Wunder Mensch“ – eine entsprechende Firmenpension gesichert haben. Demnach soll Voves im Fall der Erwerbslosigkeit einen Teil der Formenpension schon vor dem 60. Lebensjahr beziehen können.

SPÖ-Voves dementiert Höhe – 
aber nicht den Anspruch
Voves dementierte umgehend zwar die kolportierte Hohe der Pension – allerdings nicht seinen Anspruch auf eine Firmenrente. Und in seiner Stellungnahme lässt der SPÖ-Landeshauptmann auf die Politiker-Pension seines Herausforderers Hermann Schützenhöfer hinweisen.

ÖVP-Schützenhöfer kontert: Voves lass’ die Hosen runter
Doch der hatte den Braten schon lange gerochen – nach einer ÖSTERREICH-Anfrage legte der ÖVP-Wahlkämpfer prompt eine Bestätigung der Personalabteilung des Amts der steirischen Landesregierung vor. Inhalt: Ja, Hermann Schützenhöfer werde eine Polit-Pension erhalten. Nein, nicht wie behauptet in der Höhe von 15.000 Euro – sondern nur "rund 8.400 Euro“. Und zwar konkret ab Schützenhöfers 64. Lebensjahr. Zur Info: Schützenhöfer ist seit dem Jahr 1981 in der Politik und pensionstechnisch also ein "Altfall“.

Voves soll Pension ebenfalls offenlegen
Jedenfalls geht Schützenhöfer in die Offensive. Via seines VP-Geschäftsführers Bernhard Rinner fordert er jetzt Voves auf, seine Pension ebenfalls offenzulegen. "Wenn wir die Hosen runterlassen – na dann muss das der Landeshauptmann auch machen.“ Voves’ Konter via seinen Sprecher: Die Firmenpension habe nichts mit Steuergeld zu tun und sei deshalb "Privatsache“.

Nicht Privatsache sind indes die Gehälter der beiden Politiker: Voves verdient monatlich 15.504 Euro brutto, Schützenhöfer hingegen 14.688 Euro brutto.

Steiermark-Wahl: Krimi um Platz 1

Ein Hauch von einem Prozentpunkt trennt VP-Spitzenkandidat Hermann Schützenhöfer vom Ersten: Denn SP-Landeshauptmann Franz Voves’ SPÖ kann zwar in der ÖSTERREICH-Umfrage um ein Prozent auf 38 Prozent zulegen. Aber die ÖVP liegt nur knapp dahinter bei 37 Prozent. Will Voves beweisen, dass der SPÖ-Sieg 2005 in der Steiermark "keine Eintagsfliege“ war, muss er im Endspurt alles geben.

Spannende letzte Woche
Schon in einer Woche, am 26. September, wird gewählt. Die FP verliert leicht, minus ein Prozentpunkt. Spitzenkandidat Gerhard Kurzmann liegt aber trotz Anzeige wegen Verhetzung aufgrund des Anti-Muezzin-Spiels bei 9 % und schafft den Wiedereinzug in den Landtag. Die Grünen können auf 7 Prozent zulegen, knapp bleibt es für die KP mit 4 Prozent.

Wien: Häupl vor der absoluten Mehrheit

47 Prozent schafft Bürgermeister Michael Häupls SPÖ in der ÖSTERREICH-Umfrage. Die Regierungspartei verliert zwar ein Prozent gegenüber der letzten Umfrage, aber es könnte für die Absolute reichen. Die FPÖ stagniert bei 21 Prozent. Die ÖVP verliert weiter, 17 Prozent. Leichtes Plus für die Grünen: 11 Prozent sind aber immer noch weniger als bei der letzten Wahl 2005.

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