Petzner zeigt ÖVP-Beamte an

Causa Mensdorff

Petzner zeigt ÖVP-Beamte an

Im Zusammenhang mit der Causa Alfons Mensdorff-Pouilly und seinen "aufklärungswürdigen und fragwürdigen Verbindungen und Kontakten zu führenden Mitarbeitern sowie Beamten im ÖVP-Innenministerium" schaltet der BZÖ-Abgeordnete Stefan Petzner die Staatsanwaltschaft ein. Er spricht von "verbotener Geschenkannahme, dem Anfüttern von Beamten, Amtsmissbrauch und Falschaussagen im Untersuchungsausschuss."

Gegen Ita, Ulmer und Schätz
Die Anzeige betrifft aktive und ehemalige Beamte des Innenministeriums: Philipp Ita, Christoph Ulmer, Doris Ita und Barbara Schätz. "Von all diesen Personen ist durch Schriftstücke und Fotodokumente belegt, dass sie sich von Mensdorff-Pouilly um tausende Euro haben einladen lassen", so Petzner.

"Rechtsstaat in Gefahr"
Der BZÖ-Abgeordnete will der Staatsanwaltschaft "genau auf die Finger sehen", schließlich gebe es auch Verbindungen des Waffenlobbyisten in die Justiz. Belegt sei das durch eine Jagdeinladung Mensdorffs, auf dem der Name einer aktiven Richterin am Landesgericht Graz aufscheine. "Der Rechtsstaat ist in Gefahr", sieht Petzner auch ÖVP-Justizministerin Bandion-Ortner gefordert.

"Fekter muss aufräumen"
Petzner ortet auch im Innenministerium Gefahr im Verzug. Schließlich seien Doris Ita und Schätz derzeit in ranghohen Positionen im Innenministerium tätig. Und das, während gegen Mensdorff ermittelt wird und dieser in U-Haft ist. Fekter müsse für Sauberkeit in ihrem Ministerium sorgen und jeden Verdacht von Einflussnahme auf laufende Ermittlungen gegen Mensdorff ausschließen können.

Ultimatum gestellt
Der Orange verlangt, Ita und Schätz zumindest für die Zeit der Ermittlungen gegen Mensdorff vom Dienst zu suspendieren. Mindestens müsse es aber ein Disziplinarverfahren gegen die beiden wegen Verletzung des Beamtendienstrechtes geben. Sollte Fekter die Suspendierungen nicht bis kommenden Montag 10.00 Uhr vornehmen, werde er rechtliche Schritte gegen Fekter einleiten, droht Petzner.

ÖVP macht sich lustig
ÖVP-Sicherheitssprecher Günter Kössl nimmt die Aussagen Petzners auf die leichte Schulter. Dabei handle es sich um den "kümmerlichen Versuch eines politisch Abmontierten, Aufmerksamkeit zu erhalten". Kössl fragt sich, wann Petzner "seine blau-orangen Parteifreunde Gorbach, Prinzhorn, Forstinger und Co" anzeige.

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