Pilz:

Schwarz-Blauer Deal löst Klage aus

Pilz: "Schmiergeld"-Verdacht gegen Haider & Co.

„Mit dieser Betrugsanzeige ist die Chance groß, dass das System Eurofighter zusammenbricht und wir die Schmiergeldkreisläufe aufdecken“ können, freut sich Grün-Aufdecker Peter Pilz.

Die Causa Eurofighter – sie wurden 2002 um knapp zwei Milliarden Euro angeschafft, zusätzlich ging es um 3,3 Milliarden Euro an Gegengeschäften – hält die Politik seit 15 Jahren in Atem. Immerhin geht es um den Verdacht von Schmiergeldzahlungen und Korruption. Laut Pilz sind es 184 Millionen Euro, die aufklärungswürdig sind. Es betrifft vor allem die ehemalige schwarz-blaue Koalition unter Wolfgang Schüssel und Jörg Haider.

Lobbyisten Mensdorff und Ex-FP-Mann Rumpold

Bereits 2007 hatte Ex-SP-Verteidigungsminister Norbert Darabos eine Taskforce zur Untersuchung der Vorwürfe eingerichtet. Pilz behauptet aber, dass „erst Doskozil wirklich an Aufklärung interessiert war“. Eine Schlüsselrolle bezüglich angeblicher Schmiergelder hätten Waffen-Lobbyist Alfred Mensdorff-Pouilly und Ex-FP-General und EADS-Lobbyist (EADS hatten die Eurofighter) Gernot Rumpold gespielt, mutmaßt Pilz. Auch Ex-FP-Chef Jörg Haider sei angeblich via „City Chambers“-Lobbying in Höhe von 6,5 Millionen Euro involviert gewesen. Und die Rolle von Ex-VP-Kanzler Wolfgang Schüssel, der 2002 auf den Eurofighter-Deal bestanden habe, müsse endlich aufgeklärt werden.

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