Jetzt Köpferollen

Piraten: Voting getürkt

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Piraten: Voting getürkt
© APA/HELMUT FOHRINGER
Parteichef tritt zurück - Heute Krisensitzung.
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Die Piraten werden ihrem Namen gerecht – auf Kaperkurs geht man neuerdings auch intern: Wie ÖSTERREICH berichtete, trat Parteisprecher Stephan Raab zurück.

In ÖSTERREICH macht Raab dafür das Verhalten von „etwa zehn Parteimitgliedern“ bei einem internen Voting über seine politische Zukunft verantwortlich. „Ich wurde im Internet immer wieder frontal angegriffen und bin daraufhin in die Offensive gegangen.“

180 Stimmen bei der Abstimmung gefälscht
Ganz nach direkt-demokratischer Piratenmanier habe er eine Online-Abstimmung über seine politische Zukunft angeboten. Zwar bekam Raab dabei eine satte Mehrheit – rund 180 Stimmen seien aber getürkt worden, sprich: Ein knappes Dutzend der Parteimitglieder hätten mehrfach abgestimmt – und das mit nein. Für Raab ist damit das Fass übergelaufen. Er wirft sein Amt hin: „Ich konnte mir nicht vorstellen, dass einer von meinen Mit-Piraten wirklich zu solchen Mitteln greifen wird“, ließ er im Online-Forum zum Abschied wissen.

Fälscher berufen sich jetzt 
auf die Hacker-Ehre
Bei den Piraten herrscht Alarmstimmung. Für heute, Freitag, wurde eine Online-Krisensitzung des erweiterten Bundesvorstandes angesetzt. Und bei der könnte es ein Köpferollen geben. Vorstandsmitglied Rodrigo Jorquera: „Jene Mitglieder, die ihre Manipulation eingestehen, sollten verwarnt werden. All jene, die wir ausforschen und die es nicht zugeben – die sollten wir gleich aus der Partei werfen.“

Viele Piraten finden übrigens nichts dabei, Votings zu manipulieren. Das Ausnutzen von Internet-Schlupflöchern gehöre zur Hacker-Ehre.

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