Plastiksackerl vor dem Aus

Umweltschutz

Plastiksackerl vor dem Aus

Konkret geht es um die kleinen Plastiksackerl, die in den Supermärkten für das Gemüse parat stehen – oder die an der Kasse für Kleinigkeiten von einer Rolle abgerissen werden können. Landen diese auf Mülldeponien, verrotten sie nicht. Und in Italien sind sie seit einigen Wochen gänzlich verboten.

Vergangene Woche forderte der nö. Landtag – sogar mit den Stimmen der ÖVP – ein Verbot der Sackerl. In Wien will sie die rot-grüne Stadtregierung ebenfalls aus den Geschäften verbannen, entsprechende Forderungen gibt es auch in Oberösterreich, der Steiermark und aus Kärnten. Allerdings: Zuständig dafür ist der Bund, konkret Umweltminister Niki Berlakovich von der ÖVP.

Minister gibt nächste Woche Startschuss
Und der will kommende Woche tatsächlich den Startschuss für eine schrittweise Abschaffung der Sackerl geben. Von Verboten hält der ÖVP-Minister indes nicht viel. Er rechnet auch damit, dass die EU-Kommission das Sackerlverbot in Italien ebenso wie bereits in Frankreich kippen wird, weil es gegen EU-Recht verstößt.

Handelsketten starten mit „Kartoffel-Sackerln“
Konkret wird Berlakovich in der kommenden Woche Pilotprojekte mit den großen Handelsketten starten. Billa oder auch Spar werden in ausgesuchten Filialen anstelle der Plastiksackerl Tüten aus Kartoffelstärke anbieten – um zu sehen, wie die Konsumenten darauf reagieren. Denn: In Italien sind die wiederverwertbaren Sackerl nicht unumstritten, weil sie relativ rasch zerfallen. Das österreichische Alternativsackerl soll haltbarer sein und „bei der technischen Kompostierung in drei Wochen zerfallen“.

Jedenfalls ist das Kartoffel-Ersatzprodukt um ca. 40 Prozent teurer als die herkömmlichen Erdölsackerln: Berlakovich will auch deshalb nicht mit einem Verbot vorpreschen, weil er verhindern wolle, dass der Handel die höheren Kosten auf die Konsumenten überwälzt. Jedenfalls sollen aus Sicht des Ministers die Plastiksackerl zum Auslaufmodell werden. Allerdings: Die großen Sackerl, die bei der Kassa gekauft werden können, wird es weiter geben.

Autor: (gü)
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