Vize-Bürgermeister

© APA/HERBERT PFARRHOFER

"Platter hält nicht Wort"

ÖSTERREICH: Was hat der Krisengipfel ergeben?

Franz Gartner: Die Polizei wird rund um das Lager verstärkt kontrollieren. Das ist aber auch schon alles, was wir derzeit tun können. Dabei haben wir schon vor Wochen gewarnt, sind aber nur ausgelacht worden. Wenn es so weiter geht, haben wir schon Mitte Jänner 1.200 Asylwerber in Traiskirchen.

ÖSTERREICH: Was würde das bedeuten?

Gartner: Dass sich der Innenminister nicht an die Vereinbarungen hält. Wir haben ausgemacht, dass maximal 500 Menschen im Lager sein dürfen. Durchschnittlich sollten es sogar nicht mehr als 300 sein.

ÖSTERREICH: Ihr Vorschlag für einen Ausweg?

Gartner: Der Innenminister muss die Notbremse ziehen. Wir brauchen in Ostösterreich dringend eine weitere Erstaufnahmestelle, zum Beispiel in einer aufgelassenen Kaserne.

ÖSTERREICH: Wie kommen die Asylwerber ins Lager?

Gartner: Meist mit Bussen. Zu 98 Prozent sind es Tschetschenen, die über Polen nach Österreich kommen. Sie arbeiten mit allen Tricks: Meist reisen die Familien getrennt ein, immer ein Erwachsener mit einem Kind – denn dann können sie nicht abgeschoben werden.

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