Wrabetz-Wahl: Krimi um ÖVP-Stimmen

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Wrabetz-Wahl: Krimi um ÖVP-Stimmen

Es ist das erklärte Ziel von Alexander Wrabetz, bei seiner Wiederwahl zum ORF-Generaldirektor am Dienstag mehr als die 20 Stimmen zu bekommen, die er 2006 erhielt. Derzeit scheint Wrabetz ja sicher 18 von 35 Stiftungsräten (SPÖ, Grüne, BZÖ und Betriebsräte) zu haben. Nun, nachdem kompromissbereite ÖVPler rund um Parteichef Michael Spindelegger (siehe Interview Seite 7) und VP-General Hannes Rauch freundlichere Nasenlöcher gemacht hatten, könnte es doch wieder spannend werden. Denn VP-Klubchef Karlheinz Kopf ortet einen „Medienskandal“ rund um Wrabetz. Grund: Ein teilweise wieder zurückgezogenes Interview mit SPÖ-Stiftungsrat Niko Pelinka. In dem geht es um die Einladungsliste der ORF-Sendung Im Zentrum. Für die ÖVP der Beweis, dass Wrabetz am roten Gängelband hängt.

Montagabend wird sich der 15-köpfige ÖVP-Freundeskreis treffen, um die Linie festzulegen. Dass wie erwartet acht VP-Stiftungsräte – allen voran die vier schwarzen Ländervertreter – ausscheren und so die ÖVP-Front auseinanderbricht, will man da verhindern.

Tatsächlich ist aber der Druck auf die Ländervertreter groß. Nur wenn sie Ja zu Wrabetz sagen, sichern sie sich ein Mitspracherecht bei der Kür des jeweiligen ORF-Landesdirektors. Und: Auf Wrabetz’ Ticket sitzt der Erwin-Pröll-Vertraute Richard Grasl als Finanzdirektor. Ein gutes Argument, für ein paar ÖVP-Stimmen für Wrabetz.

Autor: Günther Schröder
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