Politik fordert nun U-Bahn-Polizei

Gewalt in Öffis

Politik fordert nun U-Bahn-Polizei

Täglich schockieren Gewalttaten in der U-Bahn das Land. Nun handelt auch die Politik.

Der 65-jährige Wiener wollte Zivilcourage zeigen – und büßt das jetzt im Krankenhaus. Der Pensionist wurde am 28. April brutal verprügelt, weil er einer Mutter helfen wollte, und bangt nach einer Operation sogar um sein Augenlicht.

Doch der massive Anstieg an Gewaltverbrechen in „Öffis“ ruft nun auch die Politik auf den Plan. Wiens Bürgermeister Michael Häupl spricht von einer „Neuen Qualität der Gewalt bei den Übergriffen“ und fordert einmal mehr: „1.000 Polizisten für Wien.“

U-Bahn-Sicherheit
Die Reaktion: Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) stockt jetzt sofort die Bereitschaftseinheit in Wien um 30 Polizisten auf. „Durch die Aufstockung um weitere 30 Polizisten wird die Polizeipräsenz in den öffentlichen Verkehrsmitteln weiter erhöht“, so Mikl-Leitner zu ÖSTERREICH.

Statt bisher 120 Beamte werden also noch im Mai 150 Polizisten in den U-Bahnen versuchen, die Gewaltwelle zu stoppen. Einem ist das aber trotzdem zu wenig: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache fordert im ÖSTERREICH-Interview eine echte U-Bahn-Polizei und mehr Engagement von Michael Häupl. „Er könnte sofort eine U-Bahn-Wache machen, aber das Thema ist ihm offenbar nicht wichtig genug“, so der FPÖ-Chef.

Strache im ÖSTERREICH-Interview

ÖSTERREICH: Herr Strache, täglich erschüttern Gewalt-Attacken in den Wiener U-Bahnen das Land. Was tun?
HC Strache: Wir fordern eine eigene U-Bahn-Polizei, denn es sind mittlerweile ja nicht nur Banden unterwegs, die Leute ausrauben und überfallen, sondern auch die brutalen Gewalt-Übergriffe werden immer mehr.
ÖSTERREICH: Bürgermeister Michael Häupl kämpft ja schon seit Jahren für mehr Polizisten …
Strache: Ja, aber Herr Häupl könnte, wenn ihm das Thema wirklich ein Anliegen wäre, sofort selbst eine U-Bahn-Wache installieren. Das ist Gemeindekompetenz. Doch er macht es nicht, weil es ihm nicht wichtig ist.
ÖSTERREICH: Nun gilt ja Wien trotzdem als eine der sichersten Städte der Welt. Wie erklären Sie sich diesen scheinbaren Widerspruch?
Strache: Hier wird ein Bild gezeichnet, das es so nicht gibt. Die Realitäten sind eben anders.

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