Prammer: Abschied von einer starken Frau

Krebs-Drama

Prammer: Abschied von einer starken Frau

Österreich trauert um seine Präsidentin: Tausende wollen nun persönlich Abschied nehmen. Ihr Tod bewegt ein ganzes Land: Nachdem Nationalratspräsidentin Barbara Prammer am Samstagnachmittag ihren Kampf gegen den Krebs verlor, nehmen die Beileidsbekundungen um die „Kämpferin für die Gleichstellung“ (Werner Faymann), um die „große Frauenpersönlichkeit“ (Heinz Fischer) kein Ende, gehen die Online-Kondolenzbücher vor Einträgen über.

Menschen die Möglichkeit zum Abschied geben
Fest steht nun: Die Österreicherinnen und Österreicher werden die Möglichkeit bekommen, persönlich von ihrer Präsidentin Abschied zu nehmen. Bereits in dieser Woche soll der Sarg von Barbara Prammer in der Säulenhalle des Parlaments aufgebahrt werden. Man wolle den Menschen die Möglichkeit geben, „sich von dieser großartigen Persönlichkeit zu verabschieden“, erklärte der Zweite Nationalratspräsident Karlheinz Kopf (ÖVP). Auch Prammers Familie habe diesem Wunsch zugestimmt. Tausende Trauernde werden erwartet.

Barbara Prammer hat den Kampf gegen Krebs verloren:

Video zum Thema Barbara Prammers Tod mit 60

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Infekt war zu viel für die Parlamentspräsidentin
Ob die Politikerin in Wien oder in ihrer oberösterreichischen Heimat beerdigt wird, war vorerst noch unklar. Fix in jedem Fall: Im Parlament wird es neben der Aufbahrung auch einen offiziellen Staatsakt geben. Dutzende ausländische Politiker werden erwartet. Die Präsidentschaftskanzlei kündigte ihrerseits bereits ein Staatsbegräbnis an.

Erst am Mittwoch war die 60-Jährige nach einem Infekt aus dem AKH entlassen worden, wurde seitdem von einem Hospizdienst betreut. Um 15.04 Uhr schlief sie dann am Samstag in ihrer Wiener Wohnung und im Beisein ihrer Familie ein.

ÖSTERREICH respektiert Wunsch der Präsidentin
Barbara Prammer wollte nicht, dass nach ihrem Tod ihre Krebsart bekannt wird. ÖSTERREICH respektiert den letzten Wunsch der Präsidentin und ihrer Familie – im Gegensatz zum Kurier, der die Diagnose hinausposaunte.

Christoph Zielinski, Chef der Onkologischen Abteilung des AKH, der von Prammer nicht von der ärztlichen Schweigepflicht entbunden wurde, dazu nur: „Sie hat alles erfahren, was für uns bei dieser Erkrankung als optimale Versorgung gilt. Leider waren wir nicht in der Lage, das Schicksal zu ändern.“

D. Müllejans

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