Fahnen am Parlament auf Halbmast

Trauer um Barbara Prammer

Fahnen am Parlament auf Halbmast

Der Tod von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) hat auch am Tag nach dem Bekanntwerden für Bestürzung bei Weggefährten, aber auch Organisationen gesorgt. Im Web wurde um die Politikerin getrauert und ihre Arbeit gewürdigt. In Wien wurden die Flaggen an öffentlichen Gebäuden wie dem Parlament oder dem Bundeskanzleramt auf Halbmast gesetzt.

Am Parlament, der Präsidentschaftskanzlei und dem Bundeskanzleramt wehten die Flaggen am Sonntag auf Halbmast, erklärte ein Sprecher des Bundeskanzleramts. Um über die weiteren Schritte zu informieren, lud die Parlamentsdirektion für Sonntagvormittag zu einer Pressekonferenz im Hohen Haus.

Viktor Klima tief betroffen
Der frühere Bundeskanzler Viktor Klima (SPÖ) - er holte Prammer 1997 als Frauenministerin in sein Kabinett - erklärte in einem Statement gegenüber der APA: "Mit Barbara verliert Österreich eine Frau, die sich ganz besonders intensiv für andere Menschen eingesetzt hat und ein tiefes Gespür für Ungerechtigkeit entwickelt hat, der sie Zeit ihres politischen Lebens mit aller Kraft entgegengetreten ist." Er traf die Nationalratspräsidentin im vergangenen Februar und war damals über den Verlauf der Behandlung erfreut: "Umso mehr trifft mich nun die überraschende schreckliche Nachricht von ihrem Tod."

Österreich verabschiedet sich
Große Anteilnahme erfolgte über Aussendungen auch am Sonntag: "Reporter ohne Grenzen" etwa erklärte, Prammers Einsatz für Medien-und Meinungsfreiheit bleibe unvergessen. Ihre große Stärke sei "ihre Liebe zu Menschen und ihr steter Einsatz für Menschenrechte" gewesen. ÖVP-Europamandatar Othmar Karas betonte seine hohe Wertschätzung für Prammers Arbeit und bedankte sich für die Fairness und Kooperationsbereitschaft der Politikerin.

Die Reaktionen zum Tod von Prammer 1/44
Michael Spindelegger (ÖVP) "Mit Barbara Prammer verliert die österreichische Politik eine starke Persönlichkeit, die sich menschlich wie politisch Respekt und Anerkennung erworben hat", zeigt ÖVP-Bundesparteiobmann Vizekanzler Michael Spindelegger seine tiefe Betroffenheit über das Ableben der Nationalratspräsidentin.Der ÖVP-Bundesparteiobmann und Vizekanzler unterstreicht: "Barbara Prammer hat stets klare Positionen bezogen und sich als überzeugte Demokratin und Österreicherin durch ihre sachpolitische Arbeit ausgezeichnet." Barbara Prammer hinterlasse eine große Lücke in der österreichischen Politik, sagt Spindelegger, der schließt: "In diesen schweren Stunden trauern wir um Barbara Prammer. Unsere ganze Anteilnahme und unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden von Barbara Prammer."
Werner Faymann (Bundeskanzler SPÖ) "Barbara Prammer hat heute den Kampf um ihr Leben, den sie mit so viel Zuversicht und Kraft geführt hat, verloren. Ihr früher Tod hinterlässt bei allen, die sie kannten und die mit ihr arbeiten durften, große Betroffenheit und Trauer", erklärte Bundeskanzler Werner Faymann in einer ersten Stellungnahme zum Ableben der Nationalratspräsidentin. "Barbara Prammer war eine bedeutende Sozialdemokratin, engagierte Frauenpolitikerin, große Demokratin und seit 2006 eine hervorragende Nationalratspräsidentin"
Heinz Fischer (Bundespräsident) Barbara Prammer war eine der großen Frauenpersönlichkeiten im öffentlichen Leben unseres Landes und auch über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt und geschätzt. Sie war eine engagierte und unbestrittene Präsidentin des österreichischen Nationalrats, eine führende Sozialdemokratin und eine absolut integre Politikerin, der ich mich auch persönlich sehr verbunden fühlte.
Gabriele Heinisch-Hosek (Frauenministerin) "Sie war eine große und herausragende Politikerin Österreichs. Nicht nur für mich, sondern für viele Frauen. In ihrer Bestimmtheit, ihrer Zielstrebigkeit und ihrer Überzeugung hat sie Gesetze und Maßnahmen - oft auch gegen Widerstand - aber immer im Bewusstsein dessen, das Leben der Frauen in Österreich nachhaltig zu verbessern, umgesetzt."
Alois Stöger (Gesundheitsminister)  "Mit ihr verliert die Sozialdemokratie eine große Frau und ich persönlich eine langjährige Wegbegleiterin und Freundin." Prammer begann ihre politisches Wirken in Oberösterreich mit dem Besuch der Gewerkschaftsschule. Ihr Weg führte sie über den Landtag in höchste politische Ämter. "Barbaras frauenpolitisches Engagement hat sie stets ausgezeichnet, dabei war sie für mich eine wichtige Gesprächspartnerin und für viele Frauen inner- und außerhalb der Sozialdemokratie ein Vorbild", so der Gesundheitsminister."Auch in dieser schweren Zeit hat sie beharrlich ihre politischen Anliegen verfolgt und versucht, mit ihrem Kampf gegen den Krebs anderen Menschen Mut zu machen. Meine Anteilnahme gilt nun ihrer Familie und jenen, die sie in den letzten Monaten begleitet haben."
Rudolf Hundstorfer (Sozialminister, SPÖ) "Mit dem Tod Barbara Prammers verliert unser Land eine herausragende Persönlichkeit und engagierte Kämpferin für die Rechte der Frauen", erklärte Sozialminister Rudolf Hundstorfer am Sonntag tief betroffen über das Ableben der Ersten Nationalratspräsidentin."Soziale Gerechtigkeit war ihr immer ein Herzensanliegen, Menschlichkeit stand an erster Stelle." Der Sozialminister erinnerte an das Wirken Prammers beim AMS Oberösterreich und betonte, dass sie dort "in der Arbeitsmarktpolitik mitgestaltet und im Sinne sozialer Gerechtigkeit ihrer politischen Überzeugung gemäß Akzente gesetzt hat"."Meine ganze Anteilnahme gilt den Angehörigen und FreundInnen von Barbara Prammer", betone Hundestorfer abschließend.
Wolfgang Brandstetter (Justizminister) "Der Tod von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer macht mich persönlich sehr betroffen und traurig. Bereits die wenigen Begegnungen, die ich in meiner bisherigen Amtszeit mit ihr haben durfte, haben mir gezeigt, dass wir mit ihr eine besonders liebenswürdige Persönlichkeit und eine wichtige, stets konstruktive und konsensorientierte Politikern verlieren. Sie wird dem Land fehlen. Mein tiefes Mitgefühl gilt ihren Angehörigen und Freunden."
Andreas Schieder (SPÖ-Klubobmann) "Im Namen des gesamten sozialdemokratischen Parlamentsklubs darf ich der Familie von Barbara unsere aufrichtige Anteilnahme und unser Beileid übermitteln. Uns allen wird eine aufrichtige Sozialdemokratin und eine Kämpferin für einen starken Parlamentarismus fehlen"
Josef Ostermayer (Kanzleramtsminister) "Mit Barbara Prammer verliert Österreich eine vorbildliche Kämpferin für Demokratie, für Frauenangelegenheiten und für soziale Gerechtigkeit. Als Barbara Prammer vor knapp einem Jahr von ihrer Diagnose erfahren hat, hat sie mit den Worten: 'Das ist kein Grund, aufzugeben.' reagiert. Diese Haltung: Nicht aufzugeben, wenn man an eine Sache glaubt, wenn man für etwas kämpft, hat das Leben Barbara Prammers geprägt und sie so ausgezeichnet."
Heinz-Christian Strache (FPÖ-Klubobmann) "Es ist überaus traurig, dass ihre schwere Krankheit sie aus einem Leben voll Engagement und Schaffenskraft gerissen hat. Umso bewundernswerter ist es, wie professionell Barbara Prammer zusätzlich zum Kampf gegen den Krebs auch bis zuletzt ihre Aufgaben als Nationalratspräsidentin erfüllt hat"
Eva Glawischnig (Die Grünen) "Barbara Prammer war Vorbild, Vordenkerin und Vorkämpferin zugleich. Mit ihr verliert Österreich eine große Kämpferin für die Rechte der Frauen, Geschichtsaufarbeitung in Österreich, die Rechte von Minderheiten und die Stärkung des Parlamentarismus. Die klaffende Lücke, die Barbara menschlich, politisch und gesellschaftlich hinterlässt, ist Beweis für ihr herausragendes Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz"
Kathrin Nachbaur (Team Stronach) "Ich habe sie als Kämpferin kennengelernt - für Parlamentarismus, für die Frauen, für ihre Sozialdemokratie - und für das Leben. Leider hat sie diesen ihren Kampf nicht gewinnen können". Mit Prammer verliere das österreichische Parlament eine Präsidentin, "die sich bis zuletzt mit vollem Einsatz ihrem Amt gewidmet hat. Unser Mitgefühl gilt nun den Angehörigen, denen es nur ein bescheidener Trost sein kann, dass die gesamte Politiklandschaft mit ihnen trauert"
Matthias Strolz (NEOS) "Der Tod von Barbara Prammer trifft mich zutiefst. Sie war es, die stets mit einem starken politischen Willen und aller gebotenen Klarheit die Würde des Hauses und die Politik im Haus in Einklang  bringen konnte. Ihr absoluter Einsatz bis zum Schluss trotz schwerer Krankheit zeigt ihr kämpferisches Herz. Heute aber verliert nicht nur die Republik eine herausragende Vorkämpferin für Parlamentarismus und Dialog, sondern vor allem ihre Familie einen liebenden Menschen. Ihnen gilt mein tiefstes Mitgefühl, ihnen schicke ich viel Kraft und Geduld, loslassen zu können."
Alexander Wrabetz (ORF-Generaldirektor) "Mit Barbara Prammer verliert Österreich eine Persönlichkeit, deren politisches Handeln die Gesellschaft in unserem Land wesentlich geprägt hat. Barbara Prammer war eine wichtige Stütze des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, sie hat sich nachhaltig für den Ausbau der Parlamentsberichterstattung und insbesondere von ORF III eingesetzt. Als Vorsitzende des Nationalfonds hat sie zahlreiche Dokumentationen zur Aufarbeitung der Zeitgeschichte gefördert. Prammers unermüdliches Engagement, das Bekenntnis zu Demokratie und Parlamentarismus - wie etwa durch ihr Engagement in der Margaretha-Lupac-Stiftung - zu festigen, für Toleranz und gegen Rassismus einzutreten, verdienen allerhöchsten Respekt. Mein tiefes Mitgefühl gilt ihrer Familie".
Gertrude Brinek (Volksanwältin) "Als erste Präsidentin des Nationalrats hat sie eine wichtige Vorbildfunktion für Frauen bekleidet und damit ein Zeichen für Mut und Engagement für alle Frauen gesetzt."Die Nationalratspräsidentin sei "konsequent und kämpferisch, moderat im Ton, aber immer hart in der Sache" gewesen, so die Volksanwältin, die sich an die Zusammenarbeit mit Prammer erinnert. Gemeinsame Ziele seien dabei die Diskriminierungsfreiheit und Selbstständigkeit von Frauen gewesen.
Karin Renner (LHStv. NÖ, SPÖ) "Für die Demokratie, für die Frauen, für die Sozialdemokratie und eine gerechte und soziale Gesellschaft hat sie durch ihre engagierte Arbeit viele wertvolle Spuren hinterlassen, die nachwirken. Ihr Einsatz für Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Chancengleichheit und für jene, die es in der Gesellschaft nicht so leicht haben, war vielen von uns Vorbild und Antrieb zugleich. Ihre Arbeit fortzusetzen ist ein verpflichtendes Vermächtnis einer Frau, die Politik so menschlich gelebt hat wie nur wenige vor ihr. Unser Mitgefühl und unsere tiefe Anteilnahme gelten ihrer Familie und ihren Angehörigen", so Niederösterreichs Landeshauptmannstellvertreterin Mag. Karin Renner.
Katharina Kucharowits (Junge Generation in der SPÖ) "Wir haben eine große Feministin, Antifaschistin und tolle Frau verloren! Unser Mitgefühl gehört in dieser schwierigen Zeit der Familie und den Verwandten von Barbara Prammer", so Katharina Kucharowits, Bundesvorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ.

Barbara Prammer begann ihr politisches Engagement in den 1970er-Jahren als Mitstreiterin in der Jungen Generation in der SPÖ und war bis zu ihrem Tod eine ständige Wegbegleiterin und Mentorin. "Ihr Einsatz für Frauen und für politische Bewusstseinsbildung vor allem bei jungen Menschen war unermüdlich. Danke Barbara Prammer!", so Kucharowits abschließend.
Peter Traschkowitsch (Landesvorsitzender der LSBTI Organisation) "Wir sind erschüttert über das plötzliche Ableben von Parlamentspräsidentin Barbara Prammer, sie war eine tolle Genossin mit viel Lebenskraft, Engagement und vielen Plänen. Viel Kraft hat ihr die schwere Erkrankung gekostet, tapfer hat sie diese Last getragen. Ich bin tief betroffen und fassungslos, dass Barabara von uns gegangen ist."
Erich Foglar (ÖGB) "Barbara Prammer hat sich Zeit ihres Lebens für Demokratie, Mitbestimmung und Selbstbestimmung stark gemacht, Werte, die auch dem ÖGB enorm wichtig sind", so Foglar. "Sie war eine starke, entschlossene Frau, die immer ein Ohr für die Anliegen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Land hatte. Sie hatte für uns immer offene Türen, der Dialog fand stets auf Augenhöhe statt."
Rudi Kaske (AK Präsident) "Österreich hat eine großartige Politikerin und einen wundervollen Menschen verloren", zeigt sich AK Präsident Rudi Kaske tief betroffen vom Ableben von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. "Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei ihrer Familie", so Kaske weiter."Barbara Prammer hatte stets ein offenes Ohr für die Anliegen und Sorgen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Fairness war für sie nicht nur ein Begriff, sondern einer ihrer zentralen Lebensinhalte.""Die Arbeitnehmerschaft hat mit Barbara Prammer eine wichtige Kämpferin für ihre Rechte verloren - und wir allen einen wundervollen Menschen", schließt Kaske.
 
Andreas Khol (Nationalratspräsident in Ruhe) "Barbara Prammer war eine mutige Frau, überzeugte Sozialdemokratin, initiative Frauenpolitikern und wirkkräftige Präsidentin des Nationalrates. Trotz ihrer schweren Krankheit führte sie ihr Amt weiter und gestaltete große Projekte bis in die letzten Wochen ihres Lebens: die neue Regelung für Untersuchungsausschüsse und der Umbau des Hauses am Ring waren ihre letzten Großprojekte, deren Planung sie erfolgreich abschließen konnte. Ich habe Barbara Prammer in vielen Funktionen erlebt: als unkonventionelle Bundesministerin, als zweite Präsidentin des Nationalrates sowie als Präsidentin des Nationalrates. Alle ihre Ämter gestaltete sie initiativ, als überzeugte Sozialdemokratin und Frauenpolitikerin - sie suchte aber zugleich stets den Konsens und stellte das Gemeinsame vor das Trennende. Mit großer Trauer habe ich heute von ihrem Tod erfahren. Meine Anteilnahme gilt ihrer Familie, aber auch der Sozialdemokratie in Österreich, die eine große Politikerin verloren hat."
Reinhold Lopatka (ÖVP-Klubobmann)  "Wir alle haben mit ihr gehofft, dass sie bald wieder an ihren Platz im Parlament zurückkehren kann. Wir bedauern außerordentlich, dass sie den Kampf gegen ihre Krankheit nun verloren hat." Mit Barbara Prammer verliert Österreich eine starke Frau, die bis zuletzt mit übermenschlichem Einsatz gearbeitet hat. "Wir werden sie immer als eine Politikerin, die über alle Parteigrenzen hinweg große Anerkennung und Respekt fand, in Erinnerung behalten. Unsere Gedanken sind nun bei ihrer Familie"
Gerald Grosz (BZÖ-Chef) "Barbara Prammer war eine große und integre Parlamentarierin, die über alle Parteigrenzen hinweg sehr geschätzt wurde. Unsere ganze Anteilnahme gilt in diesen schweren Stunden vor allem ihrer Familie und ihren Weggefährten"
Maria Vassilakou (Wiener Vizebürgermeisterin) "Mit Barbara Prammer verliert Österreich eine seiner großen Frauen. Prammer war eine aufrichtige und ehrliche Kämpferin für eine offene, moderne Demokratie, eine engagierte Streiterin für die Gleichstellung der Frauen, sowie eine Wegbereiterin für die Geschichtsaufarbeitung in Österreich. Mit ihrem Einsatz für die Rechte von Minderheiten und die Stärkung des Parlamentarismus hat sie die Republik bleibend geprägt. Barbara Prammer hinterlässt eine bedeutende Lücke. Sie war mehr als eine mutige und brillante Politikerin, sie war immer Mensch in der Politik. Ihre Arbeit prägte Offenheit für den Kompromiss, aber Klarheit und Standhaftigkeit in Grundsätzen der Demokratie und der Menschenrechte. Ich werde sie ganz persönlich vermissen. Wir alle sind in Gedanken bei ihrer Familie und ihren Angehörigen"
Matthias Stadler (SPÖ NÖ-Landesvorsitzender) "Babara Prammer war eine der größten Töchter, die dieses Land hervorgebracht hat. Sie hat sich vor allem im Kampf gegen Faschismus und in ihrem unermüdlichen Einsatz für die Demokratie verdient gemacht", würdigt Stadler das Vermächtnis der Verstorbenen. "Bis zuletzt war sie beseelt davon, den demokratischen Gedanken an die jüngere Generation weiterzugeben - und etablierte dafür die Demokratiewerkstatt im Parlament."
Michael Häupl (Wiener Bürgermeister) "Barbara Prammer, die bis zuletzt ihre politischen Funktionen ausübte, war eine Verfechterin der Gleichstellung von Mann und Frau und sprach sich stets für die Stärkung der Minderheitenrechte im Nationalrat aus"
Peter Haubner (ÖVP-Klubobmann-Stv. und Nationalrat) "Österreich verliert mit Barbara Prammer eine herausragende Persönlichkeit. Im Namen des gesamten Österreichischen Wirtschaftsbundes spreche ich meine tiefste Betroffenheit aus", so Generalsekretär Peter Haubner. "Ich durfte Barbara Prammer als überzeugte und leidenschaftliche Politikerin kennenlernen, als konstruktive Kollegin im Parlament mit Handschlagqualität, und als hoch geschätzte Nationalratspräsidentin", spricht ÖVP-Klubobmann-Stellvertreter und Nationalrat Peter Haubner seinen höchsten Respekt und Anerkennung aus. "Unser herzliches Beileid gilt in diesen schweren Stunden ihrer Familie und ihren Angehörigen."
Fritz Neugebauer (2. Nationalratspräsident a.D.) "In der gemeinsamen 5-jährigen Tätigkeit im Nationalratspräsidium habe ich eine Politikerin kennengelernt, die das Haus ausserordentlich gut geführt hat. Mit ihr hat mich ein kollegiales und freundschaftliches Vertrauensverhältnis in der Zusammenarbeit verbunden. Barbara Prammer hat ihr Amt stets gewissenhaft und überparteilich ausgeübt. Mit ihr verliert Österreich eine große Politikerin. Mein Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen die ihr nahestanden"
Christoph Matznetter (WKO-Vizepräsident) Barbara Prammer engagierte sich Zeit ihrer politischen Tätigkeit besonders für die Anliegen von Frauen. Einige wichtige Errungenschaften besonders in Sachen Gleichberechtigung und Selbstbestimmung seien daher Prammer zu verdanken, die es während ihrer politischen Arbeit immer geschafft hat, sich ihre Empathie zu bewahren. "Damit wird Barbara Prammer immer ein Vorbild bleiben"
Andreas Mailath-Pokorny (BSA-Präsident) "Barbara Prammer hat sich Zeit ihres Lebens dafür eingesetzt, dass demokratische Werte in Österreich hochgehalten werden. Insbesondere die Sensibilisierung von Jugendlichen für Demokratie war ihr ein zentrales Anliegen. Die von ihr initiierte Demokratiewerkstatt und ihr Engagement für politische Bildung sind Beispiele für ihren unermüdlichen Einsatz. Aber auch ihr Kampf für die Frauenrechte und ihre Verdienste um die österreichische Frauenbewegung sind unvergessen. Wir verlieren mit ihr eine Galionsfigur der österreichischen Frauenpolitik, auf deren unermüdlichen Einsatz zahlreiche Verbesserungen im Bereich der Gleichstellungspolitik und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zurückgehen. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei ihrer Familie."
Wolfgang Katzian (FSG-Vorsitzender) "Die Nachricht vom Tod Barbara Prammers macht uns bestürzt und betroffen, wir haben gehofft, dass sie den Kampf gegen ihre Krankheit gewinnt", kommentiert Wolfgang Katzian, Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) im ÖGB.

"Mit Barbara Prammer verlieren wir eine aufrechte Sozialdemokratin, die ihre Grundsätze nicht nur formuliert sondern gelebt hat, und eine Kämpferin, die in allen parlamentarischen Fragen großen Wert auf die Einbindung der Sozialpartner gelegt hat. Unsere Anteilnahme gilt ihrer Familie."
Jakob Auer (Bauernbund-Präsident) "Barbara Prammer ist und bleibt eine über die Parteigrenzen hinweg wertgeschätzte und anerkannte österreichische Spitzenpolitikerin. Ihr plötzlicher Krebstod erschüttert uns alle zutiefst", so Bauernbund-Präsident und ÖVP-Klubobmann-Stellvertreter in einer ersten Reaktion auf das Ableben der Nationalratspräsidentin. "Wir verlieren eine Kollegin und Repräsentantin des österreichischen Parlamentarismus, die fachliche Kompetenz mit Korrektheit und Integrität in einer hochdemokratischen Gesinnung vereinbaren konnte", spricht Auer höchste Wertschätzung aus. "Sie war eine unbeirrbare Kämpferin, die trotz ihrer schweren Erkrankungen ihr hochrangiges Amt offenbar bis ganz zuletzt mit dem persönlichen Wohl zu vereinbaren wusste. Eine derartige Disziplin im Dienst des Parlamentarismus ringt uns deshalb völlig zurecht höchsten Respekt ab. Unsere ganze Anteilnahme und tiefes Mitgefühl gehört in den schweren Stunden der Familie, allen Angehörigen und ihren engsten Freunden. Wir trauern mit ihnen"
Ana Blatnik (Bundesratspräsidentin) "Ein starkes und selbstbewusstes Parlament war ihr stets ein wichtiges Anliegen, ebenso wie die Durchflutung der Gesellschaft mit demokratischen Werten. Sie hat die Öffnung des Parlaments vorangetrieben und populistische Attacken auf den Parlamentarismus und die ParlamentarierInnen stets entschieden abgelehnt", streicht Blatnik etwa Projekte wie die Demokratiewerkstatt und die Sanierung des Parlamentsgebäudes hervor. "Als Sozialdemokratin, Feministin und Vorkämpferin für die Anliegen von Frauen und familienpolitische Gleichstellung hat Barbara Prammer unzählige Menschen nachhaltig geprägt und politisch motiviert. Sie wird uns in liebevoller Erinnerung bleiben, wir werden diese großartige Persönlichkeit nie vergessen"
Hans Niessl (Burgenland Landeshauptmann) "Barbara Prammer war eine prägende Persönlichkeit der Republik und eine herausragende Vertreterin der Sozialdemokratie. Mit ihr verliert Österreich eine Ausnahmepolitikerin, die sich in ihrer ganzen Laufbahn für eine gerechte Gesellschaft, Chancengleichheit und den sozialen Ausgleich eingesetzt hat"
Michael Landau (Caritas) Barbara Prammer hatte immer ein offenes Ohr und war auch für die Caritas eine wichtige Unterstützerin bei sozialen Anliegen und in Fragen der Gerechtigkeit.
Wie etwa bei der Petition zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention "Gegen-Unrecht: Kinder gehören nicht ins Gefängnis". Im Parlament hat sie Menschen mit Behinderung ein offenes Podium geboten, um die UN-Konvention über die Rechte von behinderten Menschen zu erarbeiten. Im Jahr 2009 erinnerte die Nationalratspräsidentin nachdrücklich an die Millenniumsziele. Erstmals wurde unter ihrer Leitung im Parlament der Weltflüchtlingstag begangen.
Helga Krismer (NÖ-Klubobfrau Die Grünen) "Mit ihr verlieren wir eine große Kämpferin und damit eine Persönlichkeit für die Gleichstellung der Frauen. Ihr Einsatz für Demokratie, Minderheiten und den Parlamentarismus in Österreich waren prägend für die Republik. Mein Mitgefühl gilt nun den Angehörigen und FreundInnen von Barbara Prammer"
WKÖ-Präsident Christoph Leitl "Eine starke Frau ist nicht mehr. Das Parlament verliert mit Barbara Prammer eine Parlamentarierin, die stets sich selbst und ihren Überzeugungen treu geblieben ist und viel für unser Land bewirkt hat. Sie wurde weit über Österreichs Grenzen hinaus geschätzt. Als Nationalratspräsidentin nahm sie ihr Amt bis in die letzten Wochen ihres Lebens auf bewundernswerte Weise wahr und trieb Projekte, die ihr wichtig waren - wie etwa den Umbau des Parlaments - voran"
Johannes Kopf (AMS-Vorstand) "Kolleginnen und Kollegen mit denen ich heute Kontakt hatte, erinnern sich vor allem an ihren starken Einsatz für die Frauen in diesem Land. Ihr Wunsch war es, durch die richtige Arbeitsmarktpolitik Frauen ein selbständiges und unabhängiges Leben zu ermöglichen. Dafür setzte sie sich besonders für einen Ausbau der Kinderbetreuung und Höherqualifizierung von arbeitssuchenden Frauen ein. Als erste Frau, die Erste Nationalratspräsidentin wurde, war sie aber natürlich auch selbst Vorbild für viele Frauen, nicht nur im AMS."
Doris Bures (Verkehrsministerin)  "Wir alle trauern um Barbara Prammer. Sie war eine Politikerin, die die Sache der Frauen mit unvergleichlichem Einsatz vertreten hat. Sie hat aus dem Parlament einen offeneren Ort gemacht. Ihre Leistungen werden bleiben. Die Sozialdemokratie wird das Werk von Barbara Prammer fortsetzen, so wie sie sich Zeit ihres Lebens für eine sozialere und gerechtere Welt eingesetzt hat. Barbara Prammer wird immer eine Inspiration für alle sein, die sich für Gleichheit und gesellschaftlichen Fortschritt engagieren. Wir alle trauern um Barbara Prammer, um die Nationalratspräsidentin, die Frauenpolitikerin, unsere stellvertretende Parteivorsitzende, aber vor allem, weil sie ein liebenswerter Mensch war."
Peter Fichtenbauer (Volksanwalt) "Als Abgeordneter zum Nationalrat wusste ich die Zusammenarbeit stets zu schätzen, ihre politischen und menschlichen Qualitäten haben mich überzeugt"
Alexander Van der Bellen (ehem. Klubobmann der Grünen) "Sie war eine beeindruckende und einnehmende Politikerin, die durch ihre ruhige, hartnäckige Argumentation und ihre sympathische Ausstrahlung zu überzeugen vermochte. Unvergesslich werden mir ihre Verdienste als Nationalratspräsidentin für das Hohe Haus bleiben. Nicht nur war ihr Wirken immer auf das Ansehen des Hohen Hauses bedacht. Mit ihrer ausgewogenen und überparteilichen Vorsitzführung, ihrem unprätentiösen Verhalten, dem jedes präsidentielle Gehabe fremd war, ihrem stets offenen Ohr für alle Abgeordneten und MitarbeiterInnen und ihrer freundlichen Art hat sie die Atmosphäre im Parlament über Jahre hinweg mitgeprägt. Und nicht zuletzt ist es Präsidentin Prammers großes und bleibendes Verdienst, dass Renovierung und Umbau des Parlaments - gegen sehr viel Widerstand! - endlich verwirklicht werden. Wir werden Präsidentin Barbara Prammer sehr vermissen."
Dorothea Schittenhelm (Bundesleiterin der ÖVP Frauen) Es ist vor allem ein Verlust im frauenpolitischen Sinn. Sie hat bis zuletzt mit größtem Einsatz auf überparteilicher Ebene gearbeitet und stets die Zusammenarbeit und den Kontakt mit allen Frauensprecherinnen gesucht. Zudem handelte sie zum Wohl der Frauen, auch weit über Österreich hinaus, und kämpfte für ihre Anliegen. Als starke und mutige Frau traute sie sich frauenpolitische Themen anzusprechen, zu diskutieren und umzusetzen. Damit schuf sie einen Meilenstein für die österreichische Frauenbewegung."
 Gisela Wurm (SPÖ-Frauensprecherin) "Barbara Prammer war mir eine Mitstreiterin, eine Weggefährtin und ein großes Vorbild. Sie hat mit ihrem politischen und menschlichen Wirken bedeutende Spuren in Österreich hinterlassen. Sie war die erste Präsidentin des Nationalrates, sie war immer eine Verfechterin der Demokratie, eine vehemente und hartnäckige Kämpferin für Menschenrechte und eine großartige Frauenpolitikerin." "Barbara Prammer war immer offen und zugänglich für die Unterstützung von Veranstaltungen in den Bundesländern. Ihr war keine Veranstaltung zu gering und kein Auditorium zu klein, wenn sie zumindest einigen Menschen ihre politische Sicht der Dinge erläutern konnte. Barbara Prammer war eine Vollblutpolitikerin im besten Sinne und hat immer viel von sich selber abverlangt", betonte Wurm.
Elvira Schmidt (SPÖ-Landesfrauenvorsitzende NÖ) "Barbara Prammer war ein Vorbild in der Politik - auch über die Grenzen Österreichs hinaus. Ihr Engagement für Demokratie und Parlamentarismus sowie für Frauenrechte und Gleichberechtigung war stets überzeugend und hat in unserem Land viel bewirkt. Ich bin von ihrem Tod tief betroffen", so Elvira Schmidt, die niederösterreichische SPÖ-Landesfrauenvorsitzende.

"Unser Gedanken sind bei der Familie von Barbara Prammer - wir wünschen ihnen in diesen schweren Stunden viel Kraft", so Schmidt im Namen der SPÖ NÖ Landesfrauenorganisation.

Volksanwalt Günther Kräuter, früherer SPÖ-Bundesgeschäftsführer, zeigte sich bestürzt: "Ich hatte die Ehre und das Glück viele Jahre mit dieser großartigen Politikerin sehr eng zusammenzuarbeiten." Ihr großes Herz für das Parlament und die Demokratie werden nicht zu ersetzen sein, so Kräuter. Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbands, zeigte sich geschockt: "Wir haben so gehofft, dass unsere Barbara es schafft." Blecha sprach weiter von einem "unersetzbaren Verlust für Österreich". AK-Präsident Rudolf Kaske betonte ihr soziales Engagement und ihren Einsatz für mehr Gerechtigkeit und Gleichberechtigung. "Sie hat sich für die Schwächsten in der Gesellschaft stark gemacht", erklärte auch Franz Schnabl, Präsident des Arbeiter-Samariter-Bundes. Auch FSG-Vorsitzender Wolfgang Katzian bekundete seine Anteilnahme.

Der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) erklärte: "Mit Nationalratspräsidentin Barbara Prammer hat Oberösterreich eine große Persönlichkeit mit Verdiensten in vielen Politikbereichen verloren". Er erinnerte etwa an die verdienstvolle Arbeit Prammers in der Landespolitik. Sie war von 1991 bis 1995 Zweite Präsidentin des oberösterreichischen Landtages und von 1995 bis 1997 Landesrätin für Naturschutz, Wohnbau und Verwaltungspolizei.

Internetgemeinde trauert
Auch via Twitter verabschiedeten sich viele von der Nationalratspräsidentin, ob Minister, Journalisten oder Wegbegleiter. Der Sprecher des Verfassungsgerichtshofs twitterte etwa, VfGH-Präsident Gerhart Holzinger zeige sich vom Ableben tief betroffen, der Verfassungsgerichtshof trauere um eine "beispielgebende Demokratin".
 

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