GR-Wahlen
Pröll-ÖVP überrollt jetzt alle
Ein Triumph der ÖVP, eine Schlappe für die Roten sowie sanfte Gewinne für die Strache-FPÖ brachte der erste Wahlsonntag dieses Superwahljahres.
2,2 Millionen Österreicher in Niederösterreich, Tirol und Vorarlberg wählten am Sonntag Bürgermeister und Gemeinderäte – und die ÖVP konnte ihre Dominanz im ländlichen Bereich voll ausspielen. In den beiden westlichen Bundesländern behaupteten die Schwarzen praktisch alle ihre Hochburgen und konnten in Vorarlberg den Freiheitlichen sogar die wichtige Gemeinde Lustenau nach 50 Jahren abjagen.
Erwin Pröll knackt die 50-Prozent-Marke
In Niederösterreich
feierte die ÖVP der Polit-Familien Erwin und Josef Pröll einen wahren
Triumph: Am frühen Abend lag die ÖVP mit 2,65 Prozentpunkten im Plus. Damit
sprengt die Partei von Landeshauptmann Erwin Pröll die 50-Prozent-Marke und
liegt bei rund 51 Prozent.
Werner Faymann hat seine
nächste Wahlniederlage
Für
die SPÖ lief es nach herben Rückschlägen in Tirol und Vorarlberg auch in
Niederösterreich schlecht. Nach 383 (von 570) ausgezählten Gemeinden lagen
die Roten von Landesrat Sepp Leitner im Minus. Ein weiterer dramatischer
Verlust für die Partei von Kanzler Werner Faymann – und das obwohl ÖVP-Chef
und Finanzminister Josef Pröll in der vergangenen Woche ein brutales
Sparpaket und Steuererhöhungen vorgeschlagen hatte.
Damit erweisen sich Pröll&Pröll als Teflonpolitiker. Denn auch Onkel Erwin hatte mit den Spekulationsverlusten seines Finanzlandesrates Wolfgang Sobotka eine schwere Hypothek für diese Wahl.
Der Wahlsonntag war aber auch der erste Test für FPÖ-Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz, die in den vergangenen Tagen schwer unter Druck geraten war.
Rosenkranz erreichte einen Achtungserfolg
Rosenkranz erreichte
zwar nicht mehr die Werte, die die FPÖ noch im Jahr 2000 einfahren konnte.
Doch immerhin stand vor dem Endergebnis ein Plus von rund zwei
Prozentpunkten. In ihrer Heimatgemeinde verdoppelte sich die FPÖ auf 13
Prozent.
Ebenfalls bitter für die SPÖ: Zwei ehemalige rote Landesräte in NÖ
kandidierten gegen die eigene Partei – und das durchaus erfolgreich. Emil
Schabl in Hirtenberg und Christa Kranzl in Persenbeug-Gottsdorf jagten ihrer
Stammpartei wichtige Stimmen ab.
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