Pröll gegen Neinsager-Reflex der SPÖ

Steuerdebatte

Pröll gegen Neinsager-Reflex der SPÖ

Der Zwang zur Budgetkonsolidierung führt zu weiteren Geplänkeln zwischen ÖVP und SPÖ. Vizekanzler Josef Pröll (V) kritisierte laut einer Vorabmeldung des Wirtschaftsmagazins "trend" die "Arbeiterkammer und andere Teile der Sozialdemokratie, die zu allen modern klingenden Vorschlägen nein sagen. Der Neinsager-Reflex macht mir Sorgen". SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter wies dies zunächst als "wehleidige Beschwerde", in einer späteren Version der Aussendung nur noch als "Beschwerde" zurück.

Vorwürfe
Pröll plädierte gegen das Verteilen von Geschenken, der SPÖ warf er Transparenzfeindlichkeit vor. Er will unter anderem "darüber nachdenken", ob die Kindergarten- bzw. Schul-Nachmittagsbereuung auf Dauer gratis sein könne. "Man kann nicht alle Leistungen, von der Wiege bis zur Bahre, dem Staat überantworten", so der Finanzminister: "Was ich aus der Kärntner Misere gelernt habe: Alles gratis zu verteilen, Tausender auszuteilen, das führt zu einer Verdorbenheit in der Bevölkerung, wo nur mehr ans Nehmen und nicht mehr als Geben gedacht wird." Es sei "dramatisch falsch, solche Signale zu setzen".

SPÖ antwortet
Kräuter ließ dies nicht gelten. "Wenn die Sozialdemokratie dem Plan der ÖVP entgegentritt, mit dem Vorwand einer Ökologisierung des Steuersystems die Mineralölsteuer hinaufzuschnalzen, handelt es sich um keinen Neinsager-Reflex sondern den Schutz der Bevölkerung vor einer einseitigen und unfairen Belastung durch Erhöhung einer Massensteuer", erklärte er: "Ich würde mir umgekehrt einen Jasager-Reflex der ÖVP wünschen, wenn die SPÖ Vorschläge eines Beitrages der Spitzenverdiener zur Budgetkonsolidierung macht."

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