Pröll plant deutlich kleineres Steuerpaket

ÖSTERREICH

 

Pröll plant deutlich kleineres Steuerpaket

Wien. Pröll wollte sich auch am Samstag nicht festlegen, wie groß das Steuerpaket wird. Ursprünglich vorgesehen sind 1,7 Mrd. €. Weil das höhere Wachstum mehr Geld in die Kassen spült, plant der VP-Chef ein kleineres Paket – zum Ärger der SPÖ, die Mehreinnahmen in Bildung & Pflege stecken will. Ein Ministeriums-Insider meinte gegenüber ÖSTERREICH, dass das neue Paket nur 850 Mio. Euro schwer sein wird – also nur die Hälfte.

● Bankenabgabe: Geplant waren 500 Millionen, „je nach Bemessungsgrundlage könnte das jetzt weniger sein“, so der Insider.

● Vermögenszuwachssteuer: Konkret soll im Einkommensteuergesetz die Spekulationsfrist verlängert werden – von einem auf 
3 oder 5 Jahre. Das könnte zusätzliche Einnahmen bis zu 200 Millionen bringen.

● Stiftungen: „Kleine Retuschen“ bringen laut dem Insider bestenfalls 20 bis 30 Mio. €. Prölls Linie: Man dürfe die Stifter nicht aus Österreich vertreiben.

● „Öko-Steuer“: Die Anhebung der Mineralölsteuer wird geringer ausfallen, also etwa nur 5 statt 10 Cent. Ein Teil der Einnahmen (500 Mio. €) soll in Wärmedämmung fließen.

● „Reichensteuer“ à la Pröll: Vorschlag des Experten: Ein Zuschlag für große Steuerschulden im Einkommenssteuergesetz. Das sei leicht zu administrieren. Wie viel das bringt, sei Verhandlungssache.

Und in noch einem Punkt könnte Pröll der SPÖ entgegenkommen: Im Zuge eines Gesamtkonzeptes könnte es doch einige Hundert Millionen für Schule und Unis geben. Vorrang hat für die Finanzer aber der Abbau des Defizits.

Autor: Günther Schröder
Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden

Anzeigen

Werbung

Live auf oe24.TV 1 / 8

Top Gelesen 1 / 10

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.

Es gibt neue Nachrichten
auf oe24.at
Jetzt Startseite laden
Abbrechen