30. Juli 2010 17:58
Viele Autofahrer und Passanten wunderten sich über die höhe Polizei-Präsenz
in der Nacht auf Freitag. Was sie nicht wussten: Donnerstag Nachmittag
startete die Soko Ost einen neuen geheimen Schwerpunkteinsatz in Wien,
Niederösterreich und Burgenland. Und diesmal gab es auch koordinierte
Aktionen in Tirol und Vorarlberg.
400 Beamte in fünf Ländern, 17 Festnahmen
Die
Sonder-Ermittler von VP-Innenministerin Maria Fekter waren in ihrem „Kampf
gegen organisierte Kriminalität“ offenbar erfolgreich. Die Ergebnisse der
groß angelegten Polizei-Aktion liegen ÖSTERREICH als erster Zeitung vor:
- 400 Beamte schlugen zentrale koordiniert in den fünf Bundesländern
gleichzeitig zu.
- Ein Teil der Beamten war uniformiert und damit klar erkennbar taktisch
an Hauptverkehrspunkten im Einsatz.
- Ein anderer Teil der Soko Ost war in Zivil unterwegs.
- In der knapp 24 Stunden dauernden Aktion gelangen 17 Festnahmen.
- Sechs Personen wurden auf frischer Tat erwischt und festgenommen.
- Zusätzlich wurden 11 illegale Migranten festgenommen.
Die Ermittler der Soko Ost zeigen sich in einer ersten Bilanz „sehr
zufrieden über den Einsatz“. Bei der großen Razzia „schnappte“ die Polizei
bei einer verdeckten Fahndung auch einen Schlepper. Außerdem wurden
Einbruchstäter auf frischer Tat angehalten.
Das Ziel „weitere Informationen über die organisierte Kriminalität zu
sammeln“ sei „ebenfalls gelungen“, erklärt der Sprecher der Soko Ost,
Michael Takacs. Insgesamt gab es von Donnerstagnachmittag bis Freitagmittag
13.000 Fahndungsabfragen der 400 Beamten in den fünf Bundesländern.
Beim letzten Soko Ost-Einsatz im Juni gab es rund 15 Festnahmen. Im Schnitt
gehen der Soko Ost bei ihren Einsätzen acht bis 20 Leute in die Fänge.
13.000 Abfragen, Erfolg gegen Schlepper
Dieses Mal wurde erstmals
nicht nur im Haupteinsatzgebiet der Soko Ost – Wien, Burgenland und
Niederösterreich – sondern eben auch im Westen zugeschlagen. Innenministerin
Fekter will die von ihr vor einem Jahr gegründete Sondereinheit auch
weiterhin gezielt gegen Schlepper vorgehen lassen. Und sie sagt weiterhin
der „Mafia“ klar den Kampf an.