Pröll in ÖSTERREICH

© Gerald Lechner

"Regierung sorgt nur noch für Kopfschütteln"

ÖSTERREICH: Der Wahltermin steht, Niederösterreich wählt schon sehr bald, nämlich am 9. März – warum dieser frühe Termin, im Gespräch war ja auch der 20. April?

Erwin Pröll: Wir haben Arbeit bis zu den Energieferien. Dann wird es einen dreiwöchigen, kurzen, pointierten und profilierten Wahlkampf geben.

ÖSTERREICH: Sie haben zuletzt immer wieder Kritik an der Bundesregierung geübt. Warum?

Erwin Pröll: In wenigen Tagen jährt sich ein Jahr Regierung Gusenbauer. Und es ist eine Tatsache, dass in diesem Jahr alles teurer geworden ist, überdurchschnittlich teurer. Solch’ eine Teuerungswelle hat es noch nie gegeben. Wir wollen das einfach nicht hinnehmen und durch entsprechende Maßnahmen für sozial Schwächere lindern. Wir werden den Heizkostenzuschuss auf 200 Euro verdoppeln, das Semesterticket für Niederösterreicher, die in Wien studieren, so fördern, dass sie nur noch 50 Euro, als nur noch die Hälfte des bisherigen Preises, bezahlen müssen.

ÖSTERREICH: Fürchten Sie nicht, dass sich die von Ihnen so heftig kritisierte Politik der Bundesregierung auch auf Niederösterreich auswirken könnte?

Erwin Pröll: Es gibt ja niemanden mehr, der über die Arbeit der Bundesregierung nicht den Kopf schüttelt. Aber alles hat zwei Seiten. Und ich hoffe sehr, dass die Menschen erkennen, was den Unterschied ausmacht. Dass sie sagen, wir belohnen Pröll und sein Team dafür, dass sie besser arbeiten als die Bundesregierung.

ÖSTERREICH: Sie halten in Niederösterreich die absolute Mehrheit. Ihr Wahlziel?

Erwin Pröll: Klarheit durch Mehrheit. Und Klarheit bedeutet 50 plus.

ÖSTERREICH: Eines der wichtigsten Wahlkampfthemen in Niederösterreich wird die Grenzöffnung sein. Zuletzt gab es wieder große Aufregung um den erneuten Andrang von Asylwerbern in Traiskirchen …

Erwin Pröll: Da ist meine Position ganz klar. Asylwerber, die bereits in einem anderen Land, also zum Beispiel in Polen oder der Slowakei, mit Fingerabdruck erfasst wurden, müssen sofort in das Erstaufnahmeland zurückgeschickt werden. So, wie es auch im Abkommen von Dublin vereinbart wurde. Das habe ich auch schon dem Herrn Innenminister mitgeteilt. Seine Bereitschaft, diesem Vorschlag, dieser Forderung zu folgen, ist groß.

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