Regierung stürzt noch tiefer ins Minus

Polit-Barometer

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Regierung stürzt noch tiefer ins Minus

Nur noch 8 Prozentpunkte und die respektable Performance von Außenminister Spindelegger trennen diese Regierung vom größtmöglichen Umfrage-GAU: Dass nämlich erstmals in der Geschichte des Polit-Barometers eine gesamte Regierungsmannschaft mit allen 14 Ministern ins Minus fällt.

Seit Start hat Regierung 360 Punkte Zustimmung verloren
Die Zustimmung der Wähler zur Regierung wird jedenfalls von Woche zu Woche geringer. Nach dem großartigen Start vor zwei Jahren mit einem Positiv-Saldo von 254 % ist die Gesamtbewertung aller Minister um horrible 361 % abgestürzt – und liegt in dieser Woche bereits bei einem Saldo von –107 %. Schuld am aktuellen Minus ist das PISA-Debakel, für das die Wähler die ressortzuständige Claudia Schmied gleich mit einem Minus von 18 % abstrafen – womit die bisher immer positiv bewertete Bildungsministerin erstmals im Minusbereich landet.

Stöger und Hundstorfer sind die stillen Aufsteiger
Noch kräftiger wird nur Umweltminister Niki Berlakovich abgestraft. Die Wähler-Stimmung ist derzeit so sensibel, dass dem bisherigen Umfrage-Darling Berlakovich eine kurzfristige negative Medienberichterstattung über den Klimagipfel in Cancún und seinen Wutanfall am Flughafen Paris sofort ein fast unfassbares Minus von 32 % und den Absturz von Platz 3 auf den letzten Platz einbrachte. An der Spitze führen weiter die beiden unauffälligen ÖVP-Minister Spindelegger und Mitterlehner, deren Vorsprung ständig schmilzt. Dahinter eine kleine Sensation: Das einstige Schlusslicht – Gesundheitsminister Stöger – hat sich still und leise auf Platz 3 vorgekämpft, auch der einstige Minus-Minister Darabos liegt schon auf Platz 5. Vor allem die positive Bewertung der beiden SPÖ-Minister Stöger und Hundstorfer überrascht. Sie sind mit ihren Ressorts Gesundheit und Soziales derzeit am Weg an die Barometerspitze.

Kanzler liegt noch klar vor seinem Vize Josef Pröll
Kanzler Faymann dagegen muss weiter für die Gesamt-Performance der Regierung den Kopf hinhalten, fällt auf minus 12 % Saldo zwischen positiver und negativer Bewertung – führt aber in der Kanzler-Frage mit respektablen 27 % noch immer klar vor Vize Josef Pröll. Der ÖVP-Chef konnte nach der negativen Bewertung seines Budgets den Absturz im Polit-Barometer diese Woche stoppen. Er hält weiter bei deprimierenden minus 15 %. Freilich wird Pröll von seinen eigenen ÖVP-Anhängern mit plus 41 % fast euphorisch bewertet – stürzt dagegen bei den unentschlossenen Wählern mit minus 30 % brutal ab. Kanzler Faymann liegt bei der eigenen Basis mit plus 32 % Zustimmung zwar schwächer als Pröll, wird dafür aber von den unentschlossenen Wählern positiv bewertet.

Das gibt Faymanns SPÖ derzeit einen klaren Vorsprung in der Sonntagsfrage: Die SPÖ liegt mit 27 % klar vor Prölls ÖVP mit 24 %, die nicht nur unter der schlechten Budget-Bewertung für den Finanzminister, sondern auch unter den schlechten Noten für die "Eisernen Ladys“ Fekter und Bandion-Ortner leidet.

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