Regierung zögert bei Skihelmpflicht

Nach Skiunfällen

Regierung zögert bei Skihelmpflicht

Zur Einführung einer Skihelmpflicht gehen die Meinungen politisch auseinander: Während sich der SPÖ-Sportsprecher Hermann Krist im Parlament für eine allgemeine Einführung stark machen und auch Gratishelme für Kinder finanzieren will, möchte sein ÖVP-Gegenüber Peter Haubner nur eine Informationskampagne starten. Der rote Gesundheitsminister Alois Stöger und der designierte rote Sportminister Norbert Darabos wollen erst einmal alle Vorschläge prüfen. Vorarlberg hat der Helmpflicht am Mittwoch eine Absage erteilt.

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Krist: Helme auch für Erwachsene
Krist will eine Skihelmpflicht auch für Erwachsene einführen - als "nationaler Schulterschluss" für mehr Sicherheit auf den Pisten. Außerdem sollen alle Kinder gratis Helme bekommen. Finanziert werden soll das über einen Fonds von Gesundheits- und Sportministerium gemeinsam mit den Versicherern. Am Donnerstag wird der SPÖ-Klub darüber beraten, Ende des Monats oder Anfang Februar soll sich der parlamentarische Sportausschuss damit befassen, so Krist.

Haubner: Infokampagne genügt
Wenig Freude hat damit die ÖVP: Sportsprecher Peter Haubner spricht sich gegen eine allgemeine Helmpflicht aus und fordert stattdessen eine Informationskampagne. Diese soll von Gesundheits- und Sportministerium durchgeführt werden.

Vorarlberg: ist gegen Pflicht
Auf Länderebene tritt auch Vorarlberg auf die Bremse: Nach vielen Gesprächen mit Experten und Institutionen sei man zur Auffassung gelangt, besser auf die Eigenverantwortung der Freizeitsportler zu bauen, erklärt der ÖVP-Sport-Landesrat Siegi Stemer.

Stöger: Vorschläge prüfen
Gesundheitsminister Stöger will sich die Vorschläge zur Skihelmpflicht anschauen. Ansonsten bekräftigt er seine Aufrufe der vergangenen Tage, Helme zu tragen. An und für sich plädiert Stöger grundsätzlich für Eigenverantwortlichkeit. Darabos detto.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit fordert eine Skihelmpflicht für Kinder bis 14 Jahre. Diese Gruppe sei besonders gefährdet. Laut einer Hochrechnung des KfV werden sich in der heurigen Saison rund 55.000 Skifahrer und Snowboarder verletzen. Jeder Zehnte werde sich schwere Blessuren am Kopf zuziehen. Die Skiliftbetreiber sind gegen eine Skihelmpflicht.

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