02. Februar 2012 23:15

Wien 

"Reichen-
Steuer" ab 
150.000 €

32.000 wären betroffen - 13. & 14. voll besteuert.

"Reichen-
Steuer" ab 
150.000 €
© APA

Knalleffekt in Sachen Sparpaket: Laut ÖSTERREICH-Recherchen sollen im Zuge einer sogenannten Reichensteuer weit mehr Besserverdiener zur Kasse gebeten werden, als dies zuletzt bekannt war. Konkret könnten Jahresgehälter schon ab 150.000 Euro brutto steuerlich deutlich schlechter gestellt werden. Aus beiden Parteien wurden ÖSTERREICH entsprechende Überlegungen und Rechenmodelle bestätigt. Bisher war stets von einer Gehaltsgrenze von rund 250.000 € die Rede gewesen, was nur ganz wenige betroffen hätte. Und so soll die „Reichensteuer“ funktionieren:

  • Gehaltsanteile ab 150.000 € sollen die sogenannte „Sechstelbegünstigung“ verlieren, das heißt: Weihnachts- und Urlaubsgeld (13. und 14. Gehalt) werden ab dieser Gehaltsgrenze nicht mehr mit 6,3 % (bzw. bei Selbstständigen mit 6,5 %) besteuert, sondern mit dem Spitzensteuersatz von 50 %. Die andere Variante – einen simplen Zuschlag auf den Spitzensteuersatz – lehnt die ÖVP übrigens vehement ab.
  • 32.000 Betroffene. Das beträfe dann nicht mehr nur einige Tausend Top-Verdiener. Sondern (laut integrierter Steuerstatistik 2008) sage und schreibe 32.512 Steuerpflichtige mit einem Jahresgehalt von 150.000 € brutto – also einem Monatsgehalt von 10.714 Euro brutto.
  • Im Schnitt 8.400 € mehr. ­Jeder dieser 32.512 Besserverdiener müsste im Durchschnitt 8.400 Euro mehr Steuer im Jahr zahlen.
  •  Alle Top-Politiker Betroffene. Was wohl bei der Bevölkerung gut ankäme: Praktisch alle Spitzenpolitiker wären von diesem Plan betroffen. So verdient Bundespräsident Heinz Fischer bekanntlich 319.872 Euro im Jahr, Kanzler Werner Faymann (SPÖ) 285.000 Euro, Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) 247.000 Euro und jeder Minister – also zum Beispiel Finanzministerin Maria Fekter – 224.000 Euro. Und auch Klubobleute, wie Heinz-Christian Strache (194.000 Euro/Jahr), wären betroffen.

Donnerstagabend verhandelten jedenfalls Faymann und Spindelegger wieder mit den Staatssekretären Josef Ostermayer, Andreas Schieder und Minister Rudolf Hundstorfer (alle SPÖ) sowie den ÖVP-Ministern Fekter, Reinhold Mitterlehner und Johanna Mikl-Leitner.

300 Millionen soll neue Steuer bringen
Das sind mehr als die sprichwörtlichen „Peanuts“ (Erdnüsse). ÖSTERREICH bat den renommierten Steuerexperten Karl Bruckner (BDO Austria) um eine Schätzung, wie viel die neue „Reichensteuer“ bringen könnte“ – und es ist gar nicht so wenig. Auf Basis der integrierten Steuerstatistik 2008 errechnete der Experte: „Vorsichtig geschätzt wird das Mehraufkommen pro Jahr für die Finanzministerin meiner Schätzung nach bei 270 bis 300 Millionen Euro liegen.“

Sparpaket soll am 14. Februar stehen

2. Februar: Kanzler und Vize verhandelten mit der 6er-Gruppe
Donnerstag schalteten sich wieder Kanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger in die Sparpaketsverhandlungen ein. Mit dabei die „6er-Gruppe“ u. a. mit Fekter.

14. Februar: Sparpaket soll in die Begutachtung
Ziel: Am Dienstag nach den Wiener Energieferien soll das gesamte Gesetzespaket in Begutachtung gehen, zuvor muss es also eine Einigung zwischen Faymann und Spindelegger geben, die diese dann auch sofort von ihren Parteigremien absegnen lassen wollen. Länder, Interessenvertretungen usw. können jetzt 14 Tage lang ihre Einwände vorbringen.

28. Februar: Beschluss im Ministerrat
Spätestens am 28. Februar soll das Sparpaket im Ministerrat beschlossen werden – tags darauf wird es den ­Parlamentsausschüssen zugewiesen. Der Beschluss im Nationalrat soll Mitte März fallen, wohl in einer Sondersitzung.

1. April: Teile des Pakets treten in Kraft
Nach dem Ja des Bundesrates sollen Teile des Sparpakets schon in Kraft treten, vor allem die Bereiche, bei denen es um Mehreinnahmen bzw. um Streichung in Ministerien geht.

Autor: (gü)

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32 Postings
holcmichl meint am 04.02.2012 13:48:47 ANTWORTEN >
was wird da so herumgeeiert?ich denk,von5000.-euro aufwärts im monat kann man sich die besteuerung des 13.-und14.- 15.-?gehaltes schon leisten- dann braucht,s euch net vorm nächsten wahlgang fürchten liebe genossen
Immerwiederneu meint am 04.02.2012 10:54:38 ANTWORTEN >
Tut es !

Lässt den Politikern eure Meinung wissen !

Genau eure hier genannten Meinungen sollte jeder der Politik wissen !

Genau deshalb wurde der politische Kummerkasten eingerichtet !

http://www.politischerkummerkasten.at

Mit freundlichen Grüßen =)

--> um positive Bewertung wird gebeten =)
Josef17 meint am 04.02.2012 09:20:12 ANTWORTEN >
Ja es ist im Vergleich zum Hauptanteil der Bevölkerung hohes Einkommen. Nur in der Regel wird auch viel geleistet dafür. Keine 40 Stunden Woche, im Urlaub Notebook mit und wird gearbeitet, krank sein geht schon mal gar nicht (dafür aber die höchste Sozialversicherung bezahlen). Wenn man Mist baut haftet man mit dem eigenen Privathaus uvm. - daher vielleicht auch die höheren Einkünfte weil höheres Risiko. Wir zahlen schon 50% an Steuern für das Land - oder anders gesagt wir gehen von Jänner bis Juni für unser Vaterland umsonst arbeiten. Als Unternehmer kann ich zu meinen Kunden nicht sagen - mir geht es schlecht und liebe Kunden bitte zahlt mir mehr, das wird nicht funktionieren - da muss ich wohl bei mir die Kosten senken. Die Regierung macht es sich einfach und erhöht die Steuern, für diese lächerlichen Ansätze brauche ich keine Spitzenpoliker. Aber mal ehrlich - da wird sich nie was ändern, weil sich wohl keiner dieser Herren in das eigene Fleisch schneiden wird. Vielleicht ist es gut so, habe ich mehr Freizeit weil ich sicher schauen werde diese Grenze von 150.000 nicht mehr zu erreichen, wenn sich das andere auch denken schaden sie der Wirtschaft.
@Josef17 meint am 05.02.2012 12:28:13
Dein Kommentar ist zu unterstreichen!
So ist es!
holcmichl meint am 04.02.2012 13:51:35
glaubt ,s du ich hafte nicht für meine schulden?nurweil ich kein haus habe?
luckyhome meint am 03.02.2012 17:02:42 ANTWORTEN >
@Züllertaler du Gscheitling wennst immer alles weißt hahahaha

Eine Thermoskanne hält ein Getränk im Winter warm und im Sommer kalt. Aber wie weiß die Thermoskanne eigentlich , wann Winter und wann Sommer ist?

Ich kapier das nicht,hat die ein Thermostat eingebaut und heißt deswegen Thermoskanne?
Zillertaler333 meint am 03.02.2012 15:16:51 ANTWORTEN >
na Servas meint am 03.02.2012 12:59:36,das kapiert die mizzi lange,so lang die fleissigen
noch einige cents in der tasche haben.
Isnetguat meint am 03.02.2012 13:44:46 ANTWORTEN >
In Deutschland wurde bei der Einkommenssteuer der Zuschlag erst ab EUR 250.000,- eingehoben.
Wie man leicht sieht, ist bei uns der Neidkomplex größer als bei unseren nächsten Nachbarn.
Ist das meint am 03.02.2012 13:00:50 ANTWORTEN >
die Frau vom Dagobert Duck in der Badewanne ? :-)
na Servas meint am 03.02.2012 12:59:36 ANTWORTEN >
unsere Schottermizzi hat vermutlich wieder einmal ein bisschen zu heiss gebadet ! Sie sollte erst einmal vor der eigenen Türe kehren, und die Wahnsinnssaläre der Politiker und den Bonzen die unqualifizierter Weise in irgendwelchen Bünden oder Managersesserln hocken besteuern. Aber davon spricht natürlich niemand, dass genau bei denen das meiste Steuergeld zu holen wäre. Lieber auf die Geldbörsen der fleissigen Arbeiter und Angestellten losgehen, das ist mies liebe Frau Fekter, aber genau das haben wir von Ihnen erwartet ! Die Antwort kommt bei den nächsten Wahlen - versprochen !
Zillertaler333 meint am 03.02.2012 12:25:37 ANTWORTEN >
Wie siehts dann bei den Millionen lottogewinner aus,wieviel muss er da absetzen?
Kasildo meint am 03.02.2012 11:13:58 ANTWORTEN >
Steuergerechtigkeit für alle, kein Bauer soll mehr Steuer zahlen wie alle anderen. Aber auch der Landwirt soll zahlen und sich nicht immer auf die armen Bergbauern ausreden, die haben es nämlich am schwersten und bekommen am wenigsten. Die meisten reichen Bauern verschleiern ihr Einkommen und zahlen nur ganz geringe Beträge.
Xer meint am 03.02.2012 11:34:02
Wenn die ÖVP jetzt auch noch die Bauern zur Kassa bittet, wählt die doch überhaupt niemand mehr! Das kommt dann vermutlich dem rechten Hassprediger zugute.
Kasildo meint am 03.02.2012 11:13:55 ANTWORTEN >
Steuergerechtigkeit für alle, kein Bauer soll mehr Steuer zahlen wie alle anderen. Aber auch der Landwirt soll zahlen und sich nicht immer auf die armen Bergbauern ausreden, die haben es nämlich am schwersten und bekommen am wenigsten. Die meisten reichen Bauern verschleiern ihr Einkommen und zahlen nur ganz geringe Beträge.
sauerei... meint am 03.02.2012 09:56:06 ANTWORTEN >
das ist eine sauerei. ich zahle schon 50% steuer, die hälfte der erwerbetätigen zahlt null steuer!!! was ist mit kapitaleinkünftigen, stiftungen, etc.
cyberpuce meint am 03.02.2012 09:53:26 ANTWORTEN >
sauerei
Öffentlicher Verkehr meint am 03.02.2012 09:19:00 ANTWORTEN >
...kostet eben was. Wenn der Staat mobile BürgerInnen will, muss er für den öffentlichen Nahverkehr eben auch was ausgeben. Es gibt halt Sachen, die kosten kurzfristig mehr, als sie bringen (auch wenn Mobilität langfristig gesehen sehr wohl finanziell Gewinne bringt, da sie Voraussetzung für den Arbeitsmarkt ist). Die Subventinierung der ÖBB ist daher völlig in Ordnung! Wer dagegen ist, soll Farbe bekennen und sich für die Streichung des regionalen Bahnverkehrs aussprechen.
helmut65 meint am 03.02.2012 09:17:38 ANTWORTEN >
Irgendwo krankt unser Steuersystem gewaltig. Alle sollten doch mithelfen, die prekäre Situation in den Griff zu bekommen, aber wie wollen die helfen, die schon gar keine Steuer zahlen, nämlich 50% der Erwwerbstätigen. Dafür wird man bereits ab 60.000,- JE schon abgezockt, wie es nicht besser geht. Bei 5250,- mtl. gehen schon 38% weg, für jeden zusätzlichen Euro 50%. Aus einem 3-4mal hohen Gehalt werden es Netto gerade zweimal soviel.
weißkopfgeier meint am 03.02.2012 09:12:48 ANTWORTEN >
Das trifft zu wenige, die Grenze sollte bei €100.000.- gezogen werden. Da würden die Herren und Damen der hohen Politik auch zur Kasse gebeten, die sie ganz schlecht verwaltet haben.
Schade ... meint am 03.02.2012 08:45:24 ANTWORTEN >
jetzt ist die Chance, die Fantasiegehälter der Spitzenmanager endlich abzudrehen, indem man die Steuerprogression für Einkommen über 250.000 EUR p.a. drastisch (bis zu 90%) hochdreht, endgültig dahin.
Eine solche hätte mehrere Vorteile gehabt: derart überzogene Gehälter wie z.B. Treichl, Geyer, die ÖBB-Zauberer und die Ex-Bundeskanzler würden sich weder für Unternehmen noch für die Empfänger lohnen, weil nach Steuer nix übrig bleibt - während die Steuereinnahmen durch die verbliebenen Superverdiener explosionsartig hochgehen würden.

Aber nein, die Neidgesellschaft verlangt schon ab viel kleineren Gehältern nach legalisiertem Strassenraub.
mozart+co meint am 03.02.2012 11:24:08
und was denkst du WARUM jemand 10.714 brutto bekommt?
weil er 20 stunden arbeiten geht-jedes WE frei hat?
fürs faulsein bekommt man die sicher nicht
man ist damit im höchsten steuertopf, trägt damit vollstens bei und hät das werkl am laufen

canova meint am 03.02.2012 09:14:17
ab 10.714 Euro brutto kann man nicht von kleineren Gehältern sprechen
TWITTER meint am 03.02.2012 08:44:07 ANTWORTEN >
Danke, da bin ich gerade noch um einige Hunderter vorbeigeschrammt
misterQ meint am 03.02.2012 08:32:20 ANTWORTEN >
super, das ist eine summe bei der kein minister, kein politiker zahlen muß ??
wenn überhaupt jemand zahlen muß
die werden das kind eben anders nennen die reichen.... !
und die ÖBB bekommt weiter 600 Mio Subvention meint am 03.02.2012 08:22:49 ANTWORTEN >
Ehrlich - das soll wer verstehen - die ÖBB soll ungeschoren weiter Geld verschwenden und die Wirtschaftskraft wird durch Steuererhöhung geringer
panzer meint am 03.02.2012 10:15:08
Die ÖBB kosten uns 7 Milliarden jährlich, nicht 600 Millionen.

Ist wahrscheinlich ein kleiner "Rundungsfehler".

Desperado meint am 03.02.2012 07:52:23 ANTWORTEN >
Heh Schwindelegger, uns Reichen reichts, wir wollen weiterhin nur minimalste Steuern zahlen!!!!!!
kunigunde meint am 03.02.2012 07:29:46 ANTWORTEN >
Das kann man lassen. ich hätte das ab 100.000,- €uro kassiert. Die vorher geplanten ab 300.000,- €uro wären eine Frechhciet gewesen. Das wären dann Gesetze wo sich immer wieder Politiker die Rosinen rauspecken. Das kanns nicht sein. Wenn sparen dann alle. ALLE!
helmut65 meint am 03.02.2012 09:21:05
Wetten, dass es sich die Politiker richten, um nach einer höheren Steuer schlußendlich mehr herauszubekommen! Haben sie ja schon einmal bei der Einführung der Steuer für Politiker gezeigt.
Jeffy meint am 03.02.2012 07:10:11 ANTWORTEN >
Tja gerade das ist der Irrtum, die Politiker trifft es gar nicht das es noch immer die Politikerregelung gibt, die sollte mal abgeschafft werden....
Red Sir meint am 03.02.2012 06:23:02 ANTWORTEN >
VÖLLIG Richtig !!!!
jagt den Reichenschutzbund ÖVP aus dem Parlament.
untragbar diese Prasiten.
rubikon meint am 03.02.2012 01:53:56 ANTWORTEN >
Man spricht immer nur von neuen Einnahmen /Steuern.
Warum werden die Subventionen nicht radikal gekürzt?
Man kann nicht ständig die Parteien-Klientel schützen !
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