08. März 2010 09:35
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FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz ist in den
vergangenen Tagen vielfach wegen ihrer unklaren Haltung gegenüber dem
NS-Verbotsgesetz in der Kritik gestanden. Am Vormittag hat sie im Zug einer "Grundsatzerklärung"
Stellung bezogen.
So lief die Pressekonferenz - Alle Aussagen im Minutentakt zum Nachlesen:
11:02 Rosenkranz geht ab, sie wirkt angeschlagen und wird vor den
Reportern abgeschirmt.
11:00 Die nur vier Minuten dauernde Erklärung umfasst im
Wesentlichen lediglich diese beiden Punkte: Barbara Rosenkranz verurteilt
die Verbrechen der Nazi-Diktatur, und besteht darauf, niemals das
NS-Verbotsgesetz in Frage gestellt zu haben.
10:59 Jetzt tritt ein Notar auf, die
FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidatin will ihre Erklärung an Eides statt
abgeben.
10:57 Sie habe das Verbotsgesetz nie in Frage gestellt, das sei eine
falsche Darstellung der Medien gewesen, betont Rosenkranz. Aus voller
Überzeugung verurteile sie die Verbrechen des NS-Regimes.
10:55 Sie trete nun an, alle Missverständnisse auszuräumen. Sie sei
seit 18 Jahren Politikerin und stehe voll am Boden der Verfassung.
10:53 Rosenkranz ist am Wort. Ihre Person werde falsch dargestellt,
sagt sie. Das sei eine "bittere Erfahrung" auch für ihre Kinder.
10:52 Es sei ein verbrecherisches System gewesen, auch Parteichef
Strache habe sich schon unzählige Mal distanziert. Fischer hätte "seine
Agitateure zurückpfeifen müssen".
10:50 Der FPÖ-Intellektuelle bremst sich kurzfristig ein und
schwenkt zu des Pudels Kern: Auf die Nazizeit sei ein politischer Bannstrahl
zu werfen. Er beteuert, die FPÖ distanziere sich von der NS-Zeit.
10:47 Auch der Historiker Oliver Rathkolb, der Rosenkranz gestern in
der ORF-Debatte im Zentrum kritisiert hatte, bekommt sein Fett ab. Ganz im
Gegenteil zu den Vorwürfen sei die Mutter von zehn Kindern das "untadelige
Opfer einer linken Medienhetze".
10:45 Kickl ist nicht mehr zu halten: Die vereinigte Linke würde
eine Hetzkampagne führen, wettert er, und eine "verehrungswürdige
Frau und Mutter" als "Gebärmaschine" verunglimpfen.
10:44 Offenbar fürchte man, dass Amtsinhaber Heinz Fischer der
inhaltlichen Auseinandersetzung nicht gewachsen sei und starte daher diese "Menschenhetz"
und "Menschenjagd" gegen Rosenkranz.
10:42 Der blaue Generalsekretär attackiert Grünen-Chefin Eva
Glawischnig. "Da rinnt einem der Schaum des Zorn entgegen", so
Kickl wörtlich.
10:40 Die "unbescholtene Politikerin und lupenreine Demokratin"
werde völlig "falsch und verzerrt" dargestellt.
10:39 Kickl ergreift das Wort. Was die politischen Mitbewerber und
Medien in den vergangenen Tagen geliefert hätten, sei eine "beschämende
Menschenhatz" gewesen.
10:36 Die zuletzt vielfach kritisierte
Bundespräsidentschaftskandidatin steht im minutenlangen Blitzlichtgewitter.
Sie sieht gefasst und ernst aus.
10:35 Rosenkranz betritt den Raum. Sie wird nur von
FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl begleitet. Strache fehlt.
10:34 Das Interesse der Medien ist groß. Wir zählen aktuell allein
20 Fotografen oder Kameraleute, die Journalisten noch gar nicht
mitgerechnet.
10:30 Es gibt ein erstes Gerücht: Barbara Rosenkranz dürfte allein
auftreten. Angeblich war FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bei der
Ausarbeitung der Erklärung nicht mehr dabei, er dürfte sich also langsam von
seiner "Heiligen Barbara" distanzieren.
10:25 Der FPÖ-Presseraum ist brechend voll, Fotografen und
Kameraleute drängeln sich.