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SP kratzt in Wien an absoluter Mehrheit

Die Wiener SPÖ schrammt laut aktueller Gallup-Umfrage für ÖSTERREICH wieder haarscharf an der 47-Prozent-Marke für die absolute Mandatsmehrheit vorbei: Wäre heute Wahlsonntag, würden 46 Prozent der Wiener rot wählen, das ist ein Plus von zwei Prozentpunkten gegenüber der Umfrage von Anfang Juni.

Auf das Ergebnis der letzten Gemeinderatswahl 2005 von 49,1 Prozent fehlen aber noch 3,1 Prozentpunkte.

Wien_Wahl

Bürgermeister Häupl ist beliebter als seine SPÖ
Indes stagnieren die anderen Parteien: Die FPÖ verliert leicht: 21 Prozent gegenüber 22 Prozent im Juni, die ÖVP bleibt bei 18 Prozent, Grüne: 12 Prozent gegenüber 13.

Über den Werten seiner Partei liegt SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl. Könnten die Wiener den Stadtchef direkt wählen, käme Häupl am 10. Oktober auf 51 Prozent. Das niedrigere Parteiergebnis dürfte auf die Bundespolitik zurückzuführen sein, wo die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP abstürzen.

ÖVP-Chefin Christine Marek punktet bei Mittelstand
Umgekehrt ist es mit FPÖ-Chef HC Strache: Seine FPÖ liegt bei 21 Prozent, ihn selbst wollen nur 19 Prozent als Bürgermeister.

Für Wiens ÖVP-Chefin Christine Marek als Bürgermeisterin in einer Direktwahl würden 17 Prozent votieren. Allerdings schafft sie bei Mittelschichtwählern mit einem Monatseinkommen zwischen 1.800 und 2.550 Euro 28 Prozent.

Hingegen punktet SPÖ-Bürgermeister Häupl mit 51 Prozent im unteren Einkommenssegment, mit 61 Prozent bei Besserverdienern (2.550 bis 3.299 Euro) und 57 Prozent bei Bestverdienern (über 3.300 Euro).

Mit Protestwahl könnte FPÖ auf 25 Prozent kommen
Die Wiener SPÖ konnte in den Umfragen stetig zulegen. Nur mit Attacken gegen Häupl kann FPÖ-Chef Strache sich nicht wesentlich über 20 Prozent steigern. Kommt es aber zu gröberen Turbulenzen rund um das drohende Sparpaket, könnte Strache die Wien-Wahl in eine Denkzettelwahl für die Bundespolitik verwandeln. Bei einer Protestwahl könnte er 25 Prozent bekommen.

Es geht aber auch anders: Bei den jüngsten Wahlen im Burgenland und bei der Bundespräsidentenwahl war die FPÖ klar unter den Erwartungen geblieben.

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